Fair geht vor: Das Johanneum gewinnt bei der Senatsstaffel die Herzen

JOOOHANNEUM!!! JOOOHANNEUM!!! Der Schlachtruf der wohl schönsten Schule der Welt ließ sich schon meilenweit voraus hören. In Begleitung eines kunterbunt kostümierten Aufgebots der Johanneum-Big Band begaben sich hunderte Schülerinnen und Schüler auf den Weg Richtung Buniamshof, natürlich an der OzD vorbei.

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Die neugierigen Passanten und der Stau an der Mühlenstraße gehörten logischerweise zum Spektakel dazu. Bereits zwei Stunden vorher waren die fünften, sechsten und siebten Klassen mit Trommeln und Fahnen ausgestattet zum Buni gekommen und hatten unsere Mannschaften angefeuert.

Zu der außerordentlich guten Stimmung trugen auch die beiden dritten Plätze der Unterstufenstaffeln bei. Und dann durften unsere Mädchen sogar noch auf das Siegertreppchen: Sie erhielten für ihr sportlich anerkennendes Verhalten gegenüber den anderen Mannschaften den Fair-Play-Preis des Tages.

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„Ich war wahnsinnig aufgeregt, als ich auf das Staffelholz wartete“, berichtet Lotti aus der 6a, elf Jahre alt und damit die jüngste Läuferin des Johanneums. „Schon um acht Uhr waren wir hier, um  uns auf den Lauf um halb zehn vorzubereiten. Alle waren sehr hibbelig. Die schlimmsten Sekunden waren vor dem Start, aber umso größer war die Erleichterung, als wir den Vorlauf gewannen. Und das in unserer neuen Bestzeit von 57 Sekunden. Wir haben die letzten Wochen ein bis zwei Doppelstunden pro Woche trainiert, konnten im Training die 400 Meter aber nie unter 59 Sekunden schaffen.“

Hatte sie es als Jüngste im Team schwerer?: „Nein“, antwortet die 11-Jährige, „wir gewinnen nur gemeinsam, da ist es egal, wie alt man ist!“

Aber nicht nur Lotti Möller war aufgeregt, sondern auch die Elftklässlerin Charlotte Slotty (16). Sie spricht aus Erfahrung, denn die Läuferin nahm bereits zum dritten Mal an der Staffel teil: „Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, für das Johanneum mitzulaufen!“ Unbeschreiblich sei der Moment, in das Stadion einzulaufen und die Fans hätten ihr noch einmal den entscheidenden Kick gegeben und sie stark motiviert. Bis man so fit ist, muss man aber auch einige Zeit davor anfangen zu trainieren. Charlotte Slotty z.B. fing vor den Sommerferien an zweimal in der Woche zu trainieren. „Vor allem aber mussten wir die Wechsel üben!“, erklärt sie. „Die Atmosphäre war aber auch wirklich toll, denn alle Schulen haben ihre Läufer angefeuert“.

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Besonders lautstark wurden dabei natürlich die Johanneer unterstützt. Zwischen den Einsätzen der Buniband klang es aus dem Megaphon:

„Wer fetzt die andern Schüler weg?“
– „Nur das Johanneum!“

,,Wer ist der lübsche Läuferschreck?“
–„Nur das Johanneum!“, hört man es aus der „Gegengrade“ schallen. Und dann: Fanfare!

Die Unterstützung und das harte Training reichten aus um den Mädchenstaffeln einen weiteren dritten und vierten Platz einzulaufen. Und auch wenn es für die Jungs nur zu einem sechsten und achten Platz reichte, sollte sich keiner schämen, denn wer bläst mit seiner Stimmung die anderen Schüler weg?

–„Nur das Johanneum!“

Lilli Kollmeier, Frieda Medlin, Charlotte Möller, Leonard Björk und Vardan Petrosyan

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