Ausgezeichnete Traumtänzer

Schülerinnen des Johanneums gewinnen Filmwettbewerb über Religion und Vielfalt

Bereits vor fast einem Jahr teilte Frau Maetzel in unserem Religionsunterricht einen Flyer für einen Filmwettbewerb mit dem Titel „Religion und Vielfalt“ der PROvention aus. Es war eigentlich einer dieser Flyer, der im Unterricht herum gegeben wird, den aber kein Schüler wirklich beachtet. Doch aus vielen aktuellen Gründen sprach uns dieses Thema an und die Vorstellung einen Film zu drehen, mit dem wir vielleicht wirklich einige Menschen erreichen und zu Toleranz auffordern könnten, gefiel Maja, Camilla und mir. Natürlich trug auch das angesetzte Preisgeld dazu bei, dass wir motiviert anfingen, Ideen zu schmieden und unser Konzept auszufeilen.

Was wir nicht gedacht hätten war, dass der fertige Film nicht nur andere Menschen zum Nachdenken anregen sollte, sondern die Phase des Filmens auch unseren Horizont erweiterte. Wir interviewten unterschiedlichste Menschen, die sich alle ihre eigene Meinung zum Thema Religion gebildet hatten. Wir versuchten die Unterschiede, aber besonders die Gemeinsamkeiten zwischen diesen Menschen zu zeigen. Um noch Ansichten einzuholen und möglicher Weise weitere Interviewpartner zu finden, verbrachten wir einen wundervollen Nachmittag im Haus der Kulturen, an dem wir am Ende das Filmen fast ganz vergessen hätten. bildschirmfoto-2016-11-23-um-22-33-31

Die Zeit des Filmes war wirklich eine sehr lehrreiche und besondere Zeit für uns alle. Danach begann dann leider der Stress, der auch dazugehört: Das ganze Material musste geschnitten und aussortiert werden. Ich hätte nie gedacht, dass wir wirklich die gesetzten 15 Minuten mit Filmmaterial füllen könnten, aber am Ende hat die Zeit fast gar nicht gereicht, um alles zu sagen. Irgendwann waren wir dann tatsächlich fertig und in einer Nacht und Nebelaktion brachte meine Mutter den Film zum Offenen Kanal, damit er auch noch rechtzeitig eingereicht werden konnte.

Nachdem wir dann einige Wochen vergeblich auf eine Rückmeldung warteten, erreichte uns die Nachricht, dass der Wettbewerb wegen mangelnder Teilnahme nun doch nicht stattfinden sollte, was nach den vielen Stunden Arbeit zunächst natürlich ziemlich enttäuschend für uns war. Netterweise schaltete sich daraufhin Frau Maetzel ein und erreichte, dass wir nun doch auf eine Abschlussveranstaltung nach Kiel eingeladen wurden, bei dem unter anderem unser Film gezeigt wird. Außerdem wartet tatsächlich ein Preisgeld von 500€ auf und. Und das ist doch definitiv ein Grund zum Feiern!

Wir möchten uns jetzt hier auch noch einmal bei allen bedanken, die uns bei diesem Projekt geholfen haben und ohne die der Film bestimmt nicht so geworden wäre, wie er jetzt ist.

Der Film kann hier heruntergeladen werden.

Amelie Bender (Q1)

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