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„Bon voyage“ in Paris

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Zum zwölften Mal bot der Bereich Kunst mit Frau John letzte Woche die Kunstreise nach Paris an. Zusammen mit Frau Gersson begleitete sie eine Gruppe von 31 Schülern und Schülerinnen fünf Tage lang in Paris und gab ihnen einen ausgiebigen Einblick in das „vie Parisienne“.

Jede Sekunde der fünf Tage wurde vollkommen ausgekostet und von jedem Teilnehmer sehr geschätzt, wie sich am Ende der Reise herausstellte.  IMG_0844

Paris gilt bekanntlich als Stadt der Liebe. Wie die Reisenden gelernt haben, muss das nicht die Liebe zum anderen Menschen sein, sondern kann für alles stehen. Durch grenzenlos verschiedene Eindrücke, die uns durch viel Freizeit oder besser gesagt Kreativzeit geboten wurden, hat jeder Reisende individuell seine Lieblingsplätze in Paris entdeckt. Schließlich ist Liebe ja etwas ganz Individuelles, wie sich durch die Reise erwies. IMG_1628Sei es der Place du Trocadéro mit Blick auf den Eiffelturm, die kleinen Cafés am Straßenrand oder sogar das Fahren mit der Metro, jeder Schüler hat ein eigenes Bild davon, was er in Paris am schönsten fand.

In den Kreativzeiten waren wir verpflichtet, uns mit verschiedenen Arbeitsaufträgen zu befassen. Frau John gab jedem Schüler zu Anfang der Reise einen Hefter mit den Aufgaben, die wir in der Stadt erledigen sollten. Hierbei handelte es sich um Fotografien und Zeichenstudien. Unbedingt erforderlich waren also Skizzenblock und Kamera, die jeden Tag mehr als einmal verwendet worden sind. Die Ergebnisse der Fotoaufträge werden am 27.04. bei der Kunstveranstaltung „Passepartout“ im Johanneum zu sehen sein.IMG_0572

Die Zeichnungen, so betonte Frau John, entstanden nur für uns. Es ist wichtig, sich in einer so vollen, lauten Stadt einen Augenblick für sich zu nehmen, um den Moment intensiv wahrzunehmen und sich auch nach der Reise noch daran erinnern zu können. Wir alle empfanden es so, dass es ein sehr besonderes Gefühl war, sich auf das Zeichnen einzulassen und die Außenwelt, die in Paris ja so einzigartig ist, einfach nur an sich vorbeiziehen IMG_0518zu lassen und sie zu betrachten. Auch wenn nicht alle Klassen des Jahrganges noch Kunstunterricht erhalten, waren die Aufträge für uns hilfreich, und niemand bereut es, sich die Zeit genommen zu habe. Dabei sind wirklich schöne Werke entstanden, die man sich gerne stolz anschaut.

Das Ziel der Reise war aber nicht, makellose Zeichnungen oder perfekte Bilder entstehen zu lassen, sondern dass jeder für sich etwas von der unbeschreiblichen Atmosphäre mitnimmt und aus den Erfahrungen lernt. Weil die beiden Lehrerinnen uns vertrauten, durften wir uns in den Kreativzeiten frei in der Stadt bewegen, durften die Metro nehmen und in andere exotische Stadtteile fahren. Diese Freiheit öffnete uns viele Möglichkeiten.

Beeindruckend waren aber auch die Museumsbesuche. Für jeden Tag wurden unterschiedliche Museen ausgewählt, die jeweils andere ästhetische Bereiche abdeckten. Der abwechslungsreichste Tag war unser Sonntag, an dem wir morgens zuerst mit Fotografieaufträgen auf dem größten Flohmarkt Europas unterwegs waren und nachmittags zwei Zeichenstudien in Versailles entwarfen. IMG_1019Die beiden Orte waren sehr unterschiedlich und es war fast ein Schock, als wir vom ruhigen historischen Kern des Flohmarkts in den üppigen und pompösen Palast und Garten von Versailles kamen. Auch sehr überraschend wirkte der urbane Stadtteil „La Défense“ im Gegensatz zum alten Stadtzentrum, dessen barocke Gebäude noch heute bestehen.

Frau John achtete während der Reise auf beeindruckend viel Abwechslung. Wir alle sind der Meinung, dass sie uns eine unvergessliche Reise mit schönen Erinnerungen ermöglichte. Natürlich darf man auch nicht Frau Gerson vergessen, die immer hilfsbereit zur Stelle war und uns während der Reise unterhielt und unterstützte. IMG_1664

Insgesamt war die Kunstfahrt eine Reise, die kein Schüler je vergessen wird und wir sind froh, dass sie bereits zu einem Ritual am Johanneum geworden ist. Wir können den künftigen E-Schülern nur wärmstens empfehlen, an der jährlichen Fahrt teilzunehmen, da sie eine Bereicherung ist und mit Mitschülern sowie Lehrern verbindet.

Text und Fotos: Zelma Schütz, Ea