„Uns gehen die Pflaster nie aus…“

Frau Reim und Herr Mende sprachen bei der Abientlassung am 1. Juli 2017 nicht nur für den Schulelternbeirat, sondern auch im unmittelbaren Erleben als Mutter bzw. Vater. Ihre gemeinsame Rede ist hier nachzulesen: D: Ich darf Ihnen kurz vorstellen:

Julia Reim, sie ist seit vielen Jahren im Schulelternbeiratsvorstand aktiv und darüber hinaus als 1.Vorsitzende des Fördervereins die gute Seele des Kulturgeldes am Johanneum.

J: Dietrich Mende, bis heute als Vorsitzender im SEB aktiv, aber er bleibt seiner alten Schule als 2.Vorsitzender im Schulverein erhalten.

D: Schulverein ist ein gutes Stichwort: Ich darf Sie im Namen des Schulvereins herzlich einladen im Anschluss an die Übergabe der Zeugnisse mit einem Glas Sekt oder Saft anzustoßen.

Unsere Rede der Abiturfeier 2016 zeitlich zu unterbieten, werden wir nicht schaffen, aber wir geben uns Mühe den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen.

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, sehr geehrter Herr Dr. Janneck, liebes Kollegium, sehr verehrte Gäste!

Tja, jetzt ist es soweit: Ihr habt Euer Abi in der Tasche, alle bestanden, EINACH so!! Und wir stehen hier, um zu gratulieren, zu zeigen, wie stolz wir auf Euch sind.

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen Kinder völlig ohne Vorwarnung erwachsen werden. Sie sind dann plötzlich zu alt mit uns noch in den Urlaub zu fahren und sie kommen schon lange nicht mehr ins Bett, um zu kuscheln.
Doch diese Schritte in der Adoleszenz wurden nicht etwa groß angekündigt, die Zeit war einfach plötzlich da.

Und jetzt der nächste große Schritt, hinein in das hoffentlich selbstbestimmte Leben.
G8 war sicher anstrengend für alle Seiten, aber Ihr habt dadurch ein ganzes Jahr gewonnen, zumindest fast alle. Nutzt es!! Geht hinaus, schaut Euch die Welt an, reist, lernt andere Kulturen kennen und damit meinen wir nicht, fahrt nach Ibiza, macht Party und Urlaub.

Ja klar, macht erst Party und Urlaub, Ihr habt es Euch verdient zu feiern, aber danach lernt Neues kennen!

Ganz oben im Treppenhaus über den Kunsträumen steht ein Zitat von Willy Brandt: „Einmal sehen ist besser als hundertmal von etwas reden hören.“

Nutzt das gewonnene Jahr, um in andere Kulturkreise einzutauchen, also auf in die Welt, auf nach Afrika, Asien oder vielleicht Grönland, die Südsee oder doch lieber Südamerika? Verschiebt es nicht ins Rentenalter, Erfahrungen mit 80 zu sammeln ist bestimmt toll,
aber mit 18 vielleicht noch viel wichtiger, spannender und schöner.

Es ist immer einfacher ohne Gehwagen einen Berg zu besteigen!

Wenn Ihr nun tatsächlich die Alten zu Hause sich selbst überlassen wollt und alleine in die Welt geht, egal ob ins Studium, eine Ausbildung oder eben zum Erfahrungen sammeln nach

Berlin, Amsterdam oder Cuzco: haltet Kontakt. Untereinander, mit Eurer Schule und mit uns, Eurer Homebase.
Im Zeitalter von Skype, Whatsapp oder Facebook ist das einfach, man muss es nur EINFACH machen.

Vielen Dank!

Guten Morgen liebe Anwesende und vor allem liebe Abiturientinnen und Abiturienten,

Mein Name ist Julia Reim und ich stehe heute hier nicht nur für den Förderverein des Johanneums und den Schulelternbeirat, sondern auch als stolze Mutter einer Abiturientin.

Ich werde versuchen, meine Emotionen in Grenzen zu halten…

Vorweg mein Grußwort im Namen des Fördervereins: Ich grüße Euch/Sie!

Und danke allen Eltern für die Spenden des Kulturgeldes. Sie haben über Jahre viele Ausflüge, Aktivitäten, Projekte und etablierte Aktionen unterstützt.

Den ersten Teil des Grußwortes des Schulelternbeirates hat Herr Mende Ihnen ja bereits übermittelt.

Jetzt zum zweiten, emotionalen Teil:

Vor 8 Jahren, haben wir, wie so viele Eltern, am Brunnen des Johanneums eine stolze Grundschülerin mit ihrer Freundin, die heute ebenfalls unter den Abiturientinnen ist, im Partnerlook und mit Sonnenblume fotografiert…. Damals kamen Euch die 8 Jahre sicher endlos vor. Für mich/für uns sind sie plötzlich viel zu schnell vergangen.

Und heute …. schauen wir auf Euch…beeindruckend selbstbewusste junge Menschen, denen jetzt so viele Wege offen stehen.

Auf diesen unterschiedlichen Wegen wünsche ich allen, dass Ihr Euch eine Eigenschaft zunutze macht, die Euch alle als Kleinkinder ausgezeichnet hat und von der Ihr wahrscheinlich gar nichts wisst: Die absolute Zuversicht: „ich schaffe das“. Damals hattet Ihr nie Zweifel, ob Ihr ein Klettergerüst schaffen würdet oder ob die Treppe zu steil war. Natürlich habt Ihr das geschafft (auch wenn wir Eltern fast einen Herzriss bekamen). Und wenn es trotzdem mal schief ging, gab es ein Pflaster von Mama oder Papa und die absolute Zuversicht für das nächste Abenteuer war ungebrochen.

Geht mit dieser absoluten Zuversicht einen neuen Weg/Euren neuen Weg: Das nächste Abenteuer wartet jetzt auf Euch.

Ich wünsche Euch dabei alles Gute und seid Euch gewiss….uns gehen die Pflaster für alle Fälle nie aus!

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