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La vie en France

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Zehn Tage lang waren Schülerinnen und Schüler unserer achten und neunten Klassen mit Frau Köhncke und Frau Maack in St. Nazaire in Frankreich zu Gast. Hier schildern sie ihre Erlebnisse:

 

Tag 1 – Mittwoch, 4.10.2017

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Montparnasse in Paris

Wir haben uns um 5.00 am Hamburger Flughafen getroffen. Alle waren noch ein bisschen müde, aber im Flieger konnten wir uns ausruhen. In Paris durften wir uns um den Bahnhof herum aufhalten, mussten dann aber auch weiter in den Zug. Auf dem Foto sieht man den Montparnasse in Paris, den wir gesehen haben. Wir waren im Zug schon voller Vorfreude, aber am Ende des Tages waren wir nach über 9 Std. Fahrt auch sehr erschöpft. Den Nachmittag haben wir alle verschieden in den Familien verbracht. (Sophia und Paul Sch.)

 

 

Tag 2 – Donnerstag, 5.10.2017

DSC_0725Heute haben wir zum ersten Mal mit unseren Gastfamilien gefrühstückt. Danach sind wir mit ihnen zur Schule gefahren, die dort erst um 8:30 anfängt. Vor der Schule mussten die Schüler ihren Schülerausweis vorzeigen, ohne diesen kam man nicht in die Schule herein. Die von uns mit zerrissenen Hosen wären auch fast nicht herein gekommen. Dann haben wir zusammen mit dem Schulleiter Croissant gegessen und haben anschlieβend die Schule besichtigt. Besonders beeindruckt waren wir von den Sporthallen. Vor dem Mittagessen, welches man in der Mensa oder zuhauseessen konnte, hatten wir dann noch kurz Zeit am Strand. Am Nachmittag haben wir dann am Unterricht teilgenommen. (Kathi und Rike)

Tag 3 – Freitag, 6.10.2017

Ausflug zum Mont Saint Michel und nach Saint MaloIMG_8074

An diesem 2. Morgen stand für viele Schüler Frühaufstehen auf dem Plan, da ein Treffen um 7:15 Uhr vor der Schule vereinbart war. Zu dieser Uhrzeit ging die Sonne gerade auf. Dabei entstanden coole Bilder von der Sonne und den Nebelschwaden. Nach einiger Zeit kamen wir dann an den historischen und beeindruckenden Mauern von Saint Malo an. Saint Malo beschreibt eine Halbinsel, welche von soliden Steinmauer umgeben ist. Also bestiegen wir diese Mauer. Es war ein schöner Anblick das beinahe türkise Wasser unten gegen die Felsen schlagen zu sehen. Wir konnten das Meer sowie die mittelalterliche Innenstadt genießen. Mittlerweile war es Vormittag und wir mussten weiterfahren, um zu unserem Hauptziel dem Mont Saint Michel zu gelangen. Es folgte ein Fußmarsch zu der etwa 1,5 km langen Brücke im Watt. Endlich angekommen ragte das Kloster hoch vor uns auf. Es war ein schöner Anblick, wie die Klosterstadt aus dem feucht schlammigen Boden emporstieg. Zunächst bekamen wir eine und eine halb Stunde Freizeit um die unteren Gebäude des Berges zu erkunden die meisten der Häuser sind Läden und Geschäfte. Wir teilten uns in Gruppen von etwa vier Kindern auf, sodass wir uns aussuchen konnten, ob wir erstmal die zahlreichen Shops besuchten oder ein uns bisschen Zeit für die von unseren Gastfamilien vorbereiteten großzügigen Picknicks lassen. (Lennert: Wirklich jeder hatte bei seinem Picknick Chips dabei ; )). Nach Ablaufen dieser Zeit trafen wir uns auf einem höher gelegen dem Plateau etwa in der Mitte des Berges wieder. Wir gingen noch ein paar enge Gassen entlang bis wir einen schönen Ausblick auf das Wattenmeer hatten und wir von da aus in die Kathedrale gelangen konnten. Wir mussten Eintritt bezahlen um weitere Sehenswürdigkeiten auf der Spitze des Berges besichtigen zu können. Als wir jedoch oben angekommen waren wussten wir, dass es sich gelohnt hatte Jost: (Für mich war das der Höhepunkt dieser Reise) Neben einer geräumigen und prächtigen Kathedrale gab es einen wundervollen Ausblick aufs ewige Watt.

Beim Hinausgehen kamen wir noch an einigen Gärten vorbei (Jost: Die ich z.B. schnell überspringen musste um auf dem Rückweg zum Bus rechtzeitig an der abgemachten Haltestelle zu erscheinen). Von hier aus würde es auf direktem Weg zurück nach Saint Nazaire gehen. Auf der Rückreise war die allgemeine Erschöpfung groß. Und so kamen wir um 18:30 wieder dort an, wo wir morgens losgefahren waren. (Jost und Lennert)

Tag 4 – Samstag, 7.10.2017

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Heute haben wir Zeit in unseren Gastfamilien verbracht. Meine Austauschpartnerin und ich haben uns am Nachmittag mit ihren Freundinnen am Skatepark getroffen. Von dort aus sind wir gemeinsam durch Saint-Nazaire gegangen zur la base sous marine, ein U-Boot Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Nach ein paar Stunden sind wir am Strand entlang gegangen und machten in einem Park eine Pause. Dort haben wir Musik gehört und Spaß gehabt. Nach einiger Zeit mussten wir uns verabschieden, da wir zum Abendessen bei meiner Gastfamilie pünktlich kommen sollten. Es war ein sehr schöner Tag! (Theresa G.)

Am Samstag den 07.10.17 haben alle deutschen Austauschschüler etwas mit ihren Gastfamilien unternommen. Manchen wurden zu Hobbys mitgenommen, andere haben die Familien kennengelernt oder Städte besichtigt. Mein Tag begann um 9:30 Uhr mit einem großen Frühstück, welches hauptsächlich aus Baguettes, heimischer Salzbutter und Croissants bestand. Dazu wurde Kaffee aus Schüsseln getrunken.Um 10:30 Uhr sind wir mit dem Auto nach Nantes gefahren. Mir ist aufgefallen, dass hier an fast jeder Kreuzung Kreisel gibt und die Ampeln immer einen Fußgängerüberweg haben. Nach einer Fahrt mit der Fähre und der S-Bahn haben wir die wunderschöne Altstadt erreicht. Bevor wir dann Mittagessen gegangen sind haben wir das Château des ducs de Bretagne besichtigt. Das Fastfood Restaurant war bis auf die vielen verschiedenen Käsesorten ähnlich wie bei uns. Wir haben dann noch den Rest der Stadt besichtigt und ein paar Souvenirs für meine Familie gekauft. Nachdem ich dann zum ersten Mal Maccarons gegessen habe, sind wir wieder mit der S- Bahn und der Fähre gefahren. Auf dem Heimweg haben wir einen Halt in Pornique gemacht und ein Eis gegessen. Als wir zurück zum Auto wollten war der Steg so überflutet, dass wir über die Steine klettern mussten, um wieder nach Hause zu kommen. Nach der Ankunft haben wir den Abend dann gemütlich ausklingen lassen. Kléo und ich haben Schallplatten gehört und mit Theresa und ihrer Austauschschülerin Pauls Geburtstag am Sonntag geplant. (Dhilani)

Tag 5 – Sonntag, 8.10.2017

Am Sonntag, wie auch am Samstag, verbrachte jeder den Tag mit der Gastfamilie. Leons Gastfamilie zeigte ihm den Hafen von St. Nazaire, wo das zweitgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt lag und ging mit ihm Kartfahren. Frederiks Gastfamilie fuhr mit ihm an den Strand, um dort Wellen reiten zu gehen. Uns gefiel der Tag sehr gut. (Frederik und Leon)

 Tag 6 – Montag, 09.10.2017

Heute ist Montag und der sechste Tag unseres Austauschs. Wir waren den ganzen Tag mit unseren Austauschschülern mit im Unterricht. Dadurch hat jeder andere Erfahrungen gemacht. Am Collège – Lycée Saint – Louis merkt man aber schon beim Betreten der Schule das etwas anders ist. Unsere Austauschschüler mussten nämlich eine Karte, wie einen Schülerausweis, zeigen, um in die Schule zu kommen. Auch hatte jede Klasse ein Schild auf dem Schulhof, wo sie am Anfang des Unterrichts auf ihren Lehrer warten müssen. Das Mensasystem ist ebenfalls anders. Alle Klassen haben zur gleichen Zeit Mittagspause und dadurch ist die Mensa überfüllt. Außerdem gibt es zwei verschiedene Eingänge für das Collège und für das Lycée.

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Wir haben gemerkt, dass es viele Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Schulsystem gibt. (Mia und Theresa G.)

Tag 7 – Dienstag, 10.10.2017

IMG_2747Der letzte Dienstag unserer Reise gestaltete sich als sehr ereignisreich.Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir an einem großen Verdunstungsfeld an, auf dem mithilfe der Sonne aus Meerwasser Salz gewonnen wurde. Wir bekamen eine deutschsprachige

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Führung, in der uns der Vorgang der Meeressalzgewinnung mithilfe der Sonne erläutert wurde. Nach diesem Erlebnis fuhren wir zu der nahegelegenen Stadt, in der wir Zeit bekamen, Souvenirs zu kaufen. Nach einem einstündigen Aufenthalt fuhren wir wieder zurück nach Saint-Nazaire, wo wir eine Stadtrally veranstalteten, die uns die Geschichte der Stadt näher bringen sollte. Abschließend lässt sich sagen, dass es ein sehr ereignisvoller, schöner und spannender Tag war. (Joel und Paul)

Tag 8 – Mittwoch, 11.10.2017

Mittwoch hatten wir vormittags Unterricht in der französischen Schule. Eine Klasse hatte in Sport Judo. Die Schule hat eine eigene Halle für Judo und man musste sich Judo-Anzüge anziehen. Dann hat der Lehrer eine Möglichkeit gezeigt, Gegner zum Fallen zu bringen, die die Schüler nachmachen sollten. Zum Schluss gab es noch Trainingskämpfe, die aber nicht ernsthaft geführt wurden und sehr lustig waren. Um 13:15 haben wir uns nach dem Mittagessen in der Rue Lénotre getroffen und sind mit dem Bus in Richtung Bréca losgefahren. Die Busfahrt war laut, weil wir sehr viele Leute waren. Wir saßen alle neben unseren Gastschülern und haben viel mit ihnen gesprochen. FRANZ.2An diesem Nachmittag waren wir in dem Naturgebiet Bréca , welches in der Nähe von Saint-Nazaire liegt. Dort haben wir auf einem etwa 12 Kilometer langen Kanal eine Bootstour durch die schöne Moorlandschaft gemacht. Zu sehen waren vor allem Graureiher an den Ufern und auch Enten. Nach der Bootstour haben wir uns noch das nicht sehr weit entfernte bretonische Dorf Kerhinet angeguckt. In Kerhinet auffallend sind die strohbedeckten Häuser, welche man sich das ganze Jahr über anschauen kann. Außerdem ist es sehr ruhig, da Autos im Dorf nicht gestattet sind. Dann sind wir wieder in den Bus gestiegen und zurückgefahren. In Saint Nazaire haben wir uns verabschiedet und sind mit unseren Gastschülern zurück zu deren Häusern gegangen.

(Ansgar und Tjen)

Tag 9 – Donnerstag, 12. 10. 17

Ausflug nach Nantes

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Am Donnerstag, dem neunten und vorletzen Tag unseres Austausches, besuchten wir die Stadt Nantes. Wir, als Gruppe der deutschen Schüler, trafen uns an der Schule und gingenzusammen mit unseren Lehrerinnen zum Bahnhof von Saint Nazaire, wo der Zug nach Nantes abfuhr, während unsere Austauschpartner regulären Unterricht an ihrer Schule hatten. Angekommen in der circa sechzig Kilometer entfernten Stadt (die beiden Städte stehen, wegen ähnlicher Entfernung zueinander und Nantes ́Status als nächstgrößere Stadt im Umkreis, in gleicher Beziehung wie Lübeck und Hamburg bei uns in Deutschland), machten wir eine kurze Führung durch die Innenstadt und besichtigten unter anderem die Kathedrale von Nantes. Anschließend hatten wir Zeit, uns in Kleingruppen in der Stadt aufzuhalten. Nach zwei Stunden, die sicher ein Großteil der Gruppe genutzt hatte, um Mitbringsel und Souvenirs für sich und ihre Familien zu kaufen und Läden zu besuchen, die es in Deutschland nicht gibt, trafen wir uns vor dem „Château des ducs de Bretagne“ (Schloss der Herzöge der Bretagne), eine der Haupttouristenattraktionen in der Stadt. Zwei Mitschüler hielten einen kurzen Vortag über die Geschichte des Schlosses, dann hatten wir Zeit, uns auch im Schlosshof eigenständig zu bewegen und das Schloss, sofern wir Lust dazu hatten, zu besichtigen. Nach der kurzen Besichtigung machte sich die Gruppe auf den Rückweg zum Bahnhof und nahm, dort angekommen, den Zug nach Saint Nazaire. Zurück in der Stadt hatte der Unterricht unserer Austauschpartner noch nicht geendet, sodass wir auch dort noch ein wenig Aufenthaltszeit hatten. Schließlich kehrten wir zur Schule zurück und fuhren zusammen mit unseren Austauschpartnern nach Hause. (Maja und Philipp)

 

Tag 10 – Freitag (13.10.2017)

image2Am Freitagmorgen trafen wir uns alle mit Koffern, Reisetaschen, Rucksäcken und anderem Gepäck am Bahnhof. Dort verabschiedeten wir uns von unseren Gastfamilien, was teilweise sehr emotional war.
Danach fuhren wir mit dem TGW nach Paris, wo wir erstmal auf einen großen Park zusteuerten, in dem wir dann eine Mittagspause machten.
Anschließend ging es mit dem Gepäck weiter durch Paris, wo wir nach einem einstündigen Fußmarsch am Eiffelturm ankamen. Dort machten wir noch einige letzte Erinnerungsfotos und kauften kleine Souvenirs. Dann zogen wir mit unseren Koffern und Reisetaschen weiter, bis wir nach einer weiteren Stunde am (U-)Bahnhof waren. Dort mussten wir uns auf zwei brechend volle Metros aufteilen, da wir als ganze Gruppe nicht in eine gepasst hätten.
Als wir nach einer langen Fahrt endlich den Flughafen erreichten, dämmerte es schon fast. Nachdem wir es durch die Sicherheitskontrollen geschafft hatten, mussten wir auch nicht lange aufs Boarding warten.
Als wir dann mit etwas Verspätung in Hamburg landeten und unsere Familien endlich wieder in die Arme schließen konnten, waren wir alle sehr froh.
Doch trotzdem vermissen wir die schöne Zeit in Frankreich sehr. (Annick und Josephine)

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