Die Unterwelt des Johanneums

IMG_0015Nein, dies ist kein Schüler, der übers Wochenende im Krankenzimmer eingeschlossen blieb. Aber tatsächlich ein Fund von unserem Schulhof! Denn wo heute gespielt wird, war vor Jahrhunderten ein Friedhof! Die 5c hat sich bei den Grabungen umgesehen:

Am 11. September erklärte uns eine Archäologin, die beim Verlegen der Rohre auf dem Schulhof dabei ist, etwas über das Leben damals im St.-Johannis-Kloster und über ihre Funde. Die nette Frau Schulten erzählte uns etwas über die alte Klosterkirche, deren Überreste sie ausgegraben hatten. Die alte Klosterkirche war früher der Ort, zu dem die Mönche und Nonnen des Klosters gingen, um zu beten, denn vor 800 Jahren war unsere Schule ein Kloster, und für alle, die nicht wissen, was ein Kloster ist, erkläre ich es. Also, ein Kloster war ein Ort, zu dem Männer und Frauen gingen, um ihr Leben Gott und dem Glauben zu schenken. Eigentlich war das einzige, das die Leute dort machten, essen, schlafen, beten und arbeiten. Dann berichtete Frau Schulten auch noch, dass sie Reste von Schmuck, Keramik, Schweinezähne und sogar Skelette von Menschen gefunden hatten. Wenn die Archäologinnen Frau Schulten und Frau Greve Skelette oder Schmuck finden, bringen sie diesen zuerst zu einem Restaurator. Der macht diese dann sauber und stabil, bevor sie bei verschiedenen Wissenschaftlern landen, um da untersucht zu werden. Danach kommen manche Funde auch ins Museum, wo man diese dann bewundern kann. Am Ende holte Frau Schulten noch einen echten Schädel eines Menschen, den wir dann alle vorsichtig genau anschauen durften, damit er nicht kaputt geht. Mir hat alles sehr gut gefallen, und ich bewundere die Archäologinnen dafür, dass sie so viel Geduld und Anstrengung in ihre Arbeit setzen.

Mara

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Ich finde es ziemlich spannend, dass unter unserem Schulhof ein Friedhof war. Füße wurden aber noch nicht gefunden. Ida

Ich fand es sehr spannend, dass sie an den verschiedenen Keramikscherbenfarben erkennen können, aus welchem Jahrhundert das kommt.

Ich fand es interessant, dass auf unserem Schulhof früher ein Kloster gewesen ist und deshalb schon bei kleineren Bauarbeiten, wie z.B. einer Rohrverlegung, Archäologen dazu kommen müssen. Katharina

Frau Schulten hat uns erzählt, dass sie den Boden Stück für Stück abpinseln müssen, um ja nichts kaputt zu machen. Die Stunde war leider zu schnell zuende. Theodor

Ich denke gerne daran, wie das Leben hier früher war und wie es hier ausgesehen hat. Als wir einen Schädel sehen durften, hat mich fasziniert, dass noch ein paar weiße Zähne erhalten waren. Marle

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Überall, wo wir jetzt spazieren gehen, war eine Art Abfluss für das Geschäft der Mönche. Das war schon sehr modern, weil man sich auf anderen Toiletten, in Bezug auf die Hygiene, sehr leicht anstecken konnte. Die Archäologinnen haben auch noch eine Mauer in der Erde gefunden, die früher mal ein Kellergewölbe war, und Abdrücke von Särgen hat man auch gefunden. Richtige Särge haben sie leider nicht gefunden. Es war sehr interessant. Lea

Was war das Johanneum denn früher? Mmm? Na, ein Kloster! Wo Mönche und Nonnen gelebt haben. Sie haben gegessen! Im Refektorium! Da, wo wir jetzt Musik machen. Die Mönche und Nonnen haben gearbeitet, Bücher abgeschrieben, und auf unserem Pausenhof war der Friedhof. Irgendwie gruselig. Wir waren genau eine Schulstunde draußen. Das war ein spannender Vortrag. Mieke

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