Vom Johanneum in die Hansezeit

Zum „Welttag des Buches“ wurde uns aus dem Buch „Linas Reise ein Ausflug in die Hansezeit“ vorgelesen. Das Buch wurde von Michael Engelbrecht und Frank Schwieger geschrieben und von Rosemarie Schöningh illustriert. Vorgelesen wurde uns von Frau Lietz, die beim Europäischen Hansemuseum arbeitet. Sie erzählte uns, dass sie eine gekürzte Fassung lesen wird, da das echte Buch mit 81 Seiten zu lang für eine Doppelstunde ist.

Linas Familie besucht das Europäische Hansemuseum in Lübeck, Lina hat aber keine Lust. Sie geht noch auf die Toilette. Als sie dann aber auf dem Weg ins Museum eine Tür mit der Aufschrift RUNDGANG öffnet, findet sie sich im Mittelalter wieder. Lina will es zuerst gar nicht glauben, als sie dann aber merkt, dass sie statt Jeans ein Kleid trägt und kein Smartphone mehr hat, muss sie es glauben, woraufhin sie prompt in Ohnmacht fällt. Als sie wieder erwacht, unterhält sie sich mit einem Jungen namens Johann und erfährt, dass sie in Nowgorod im Jahre 1399 ist. Lina ist froh zu hören, dass sie mit Johann und seinem Vater von Russland zurück nach Lübeck fahren kann. Plötzlich geht es ganz schnell. Das Schiff legt ab zusammen mit Lina! Ganz gefallen tut es Lina aber doch nicht. Die Betten kratzen, das Essen ist nicht abwechslungsreich und sie vermisst ihre Eltern. Auf dem Schiff erzählt Johann Lina von einer Gruppe Piraten: den Vitalienbrüdern. Unter ihnen auch Störtebeker. Sie trieben einst in der Ostsee ihr Unwesen, aber jetzt sind sie vertrieben worden. Aber ganz sicher ist es nicht. Plötzlich ruft einer der Sölter: Schiff in Sicht! Noch ist es zu weit weg, um die Flagge zu erkennen, aber dann wird Johann kreidebleich. „Das ist Störtebekers Flagge“, keucht er. Alle werden nervös, auch Lina. Sie ändern den Kurs, um schneller zu werden und die stundenlange Wettfahrt um Leben und Tod gefällt Lina gar nicht. Als die Nacht hereinbricht, tut niemand ein Auge zu, aber das Schiff ist nicht zu sehen.

Als die Morgendämmerung kommt, ist das Schiff weg: Alle jubeln. Nach weiteren Wochen legt das Schiff in Lübeck an. Lina ist aufgeregt, sie fragt sich, ob sie es schafft, wieder zurück in ihre Zeit zu kommen. Zusammen mit Johann geht sie zum Europäischen Hansetag, weil sie sich als „Tochter“ eines ihrer Vorfahren ausgegeben hat und sie angeblich ihren „Vater“ sehen möchte, obwohl sie einfach versucht, nach Lübeck zurückzukommen. Kurz darauf stehen sie vor dem Eingang des Rathauses und fragen nach Linas „Vater“, der ein hohes Tier in der Hanse ist. Niemand hat ihn gesehen, doch dann meldet sich ein älterer Herr und sagt ihnen, dass er gerade zum Haus des Bürgermeisters gegangen ist. Erneut fällt sie in Ohnmacht. Als sie aufwacht, liegt sie mitten in einer dunklen Gasse. Lina denkt: „Oh Gott, ist hier die Pest ausgebrochen?“ Zum Glück sieht sie ihren echten, wirklichen Vater und sie ist sehr erleichtert, dass sie wieder in ihrer eigenen Zeit ist. Zuerst will sie es gar nicht glauben, doch dann stimmt sie zu, viel motivierter als vor ihrem „Ausflug“, sich das gesamte Museum anzusehen.

Dann erzählte Frau Lietz noch etwas über sich selbst. Sie ist stellvertretende Teamleiterin des Besucherbetreuerteams, das dafür zuständig ist, Workshops und Führungen zu geben und Fragen zu beantworten. Es gab sehr viel Interessantes, und als Frau Lietz davon erzählte, waren wir so begeistert, dass wollen wir unbedingt auch machen!!!

Nach der Lesung haben wir noch einige Kinder gefragt, wie sie den Tag fanden.

Karla: Ich fand die Vorleserin sehr nett und die Geschichte sehr spannend.

Leni: Ich finde, dass die Vorleserin gut gelesen hat und ich fand gut, dass nicht so viele schwierige Wörter in der Geschichte waren.

Navid: Ich kannte das Buch zwar schon, aber ich fand, dass die Geschichte gut zusammengefasst worden ist.

Alva: Ich fand das Buch langweilig, weil vorhersehbar war, was passieren würde.

Christopher: Ich fand die Geschichte spannend, sie war sehr gut aufgebaut und sie hat einen guten Einblick in die Hansezeit gegeben.

Otto: Ich fand, dass die Geschichte viel Wissen über die Hansezeit vermittelt hat, aber die eigentliche Geschichte fand ich nicht so mitreißend.

Anna Lezius und Mina Deecke, 6d

Fotos: Frau Verwold