Johanneumstalk: „Home by the sea“, aber lieber im Wald
In unserer neuen Reihe „Johanneumstalk“ stellen wir ab jetzt verschiedene Menschen am Johanneum vor, die unsere Schule zu dem schönen und gemeinschaftlichen Ort machen, der sie ist. Hierbei interviewen wir immer eine Person, die bei uns am Johanneum arbeitet. Unser erstes Interview haben wir mit Herrn Dr. Janneck, unserem Schulleiter, geführt und wir wetten, ihr wusstet nicht, dass er eigentlich Programierer werden wollte und in seiner Freizeit gerne Rollenspiele macht.
Presse-AG: Wo ist Ihr Lieblingsplatz am Johanneum?
Herr Dr. Janneck: Ich glaube, das ist die Astronomie-Plattform. Von da aus hat man so einen schönen Blick über die Stadt und über die Schule.
Wie läuft ein typischer Tag für Sie an der Schule ab?
Normalerweise bin ich so ab 7:15-7:30 Uhr hier im Büro und schnacke erstmal ein paar Worte mit Frau Strauß oder Frau Sener, wie die Krankheitslage heute ist. Dann gucke ich in meine E-Mails, ob irgendwas ganz Dringendes aufgelaufen ist. Das kann dann meistens auch schnell geklärt werden. Als nächstes bin ich dann im Lehrerzimmer und trinke einen Kaffee. Wenn noch keiner gemacht ist, mache ich einen und oft sind dann ja auch irgendwelche Fragen der Kollegen, die dann häufig schnell geklärt werden können. Ab 8:00 Uhr, wenn dann die Schule anfängt, bin ich meistens in meinem Büro und beantworte die weniger dringenden E-Mails. Ja, und dann gibt es immer noch Aufgaben, die man so erledigen muss, kleine Pakete, die ich der Reihe nach abarbeite. In den Pausen bin ich dann meistens im Lehrerzimmer, um ansprechbar zu sein. Nach der sechsten Stunde gehe ich zum Mittagessen in die Mensa und am Nachmittag ist dann Zeit, um die Aufgaben zu erledigen, für die es etwas mehr Konzentration braucht. Dann ist es ja auch etwas ruhiger, wenn die ganzen Schüler:innen nicht mehr in der Schule sind. Und das war‚s dann auch eigentlich schon.
Das gehört jetzt ein bisschen dazu, aber was ist konkret Ihre Aufgabe am Johanneum?
Also eigentlich bin ich hier für alles zuständig, aber vor allem eben für Dinge, die nicht genau geregelt sind. In letzter Zeit habe ich da vor allem mit der Planung des Umbaus und der Sanierung der Schule und Gebäude zu tun. Ein weiterer großer Aspekt ist natürlich die Lehrkräfte-Gewinnung, also die Einstellung neuer guter Lehrerinnen und Lehrer. Außerdem überwache ich auch die Ausbildung der Referendare und Refrendarinnen, zusätzlich zu den Mentoren bin ich da auch involviert. Außerdem bin ich auch für die Stundenverteilung zuständig und ein weiterer großer Teil meines Berufes ist die Planung und Umsetzung neuer, langfristiger Projekte. Wie zum Beispiel des Faches „Forschen und Lernen“, das ihr jetzt ja auch im Unterricht habt.
Was mögen Sie denn an Ihrem Beruf am liebsten?
Am besten gefällt mir, dass es abwechslungsreich ist, also kein Tag ist eigentlich so, wie ich es mir morgens vorgestellt habe. So wird es nie langweilig. Außerdem mag ich es sehr gerne, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, das bereitet mir Freude und ich glaube, dass mich das auch jung hält.
Was ist Ihre Lieblingsjahreszeit am Johanneum?
Meine Lieblingsjahreszeit ist tatsächlich der Frühling. Wenn alles grünt und blüht, fühle ich mich am wohlsten, denn dann kann man sich auch wunderbar draußen aufhalten. Im Sommer wird es mir dann doch zu warm.
Was war das Schönste, das Ihnen am Johanneum je passiert ist?
Ich glaube, das Schönste, das ich hier erlebt habe, war die dreitägige Feier des 150. Schulgeburtstags im September 2022. Das große Sinfoniekonzert in der MuK und die Konzerte der Bigband und der Chöre waren so schöne Auftritte, und zum Abschluss gab es noch eine Party auf dem Schulhof. Man hat noch einmal besonders gesehen, was für ein verbindendes Gefühl dieses gemeinsame Musizieren bringt und diese Menschen, die nach Jahrzehnten wieder zurück an ihre alte Schule kommen, nur um noch einmal aufzutreten – das hat mich wirklich berührt. Und ich vermute, das schafft Mathe nicht!
Jetzt haben wir noch ein paar eher persönliche Fragen für Sie vorbereitet.
Welcher Song beschreibt Sie am besten?
Uuuuuh das ist schwierig…(überlegt lange). Aber es gibt da diesen Song „ Home by the sea“ von „Genesis“. Den mag ich sehr gerne und er beschreibt mich auch ein wenig, da ich als Hobby ja gerne Rollenspiele mache und wir da auch schon so einige Male den Titel dieses Songs als Thema hatten.
Der Song: https://www.youtube.com/watch?v=XyMSOJJPdwsb
Was war das Verrückteste, das Sie je gemacht haben?
Ich glaube, ich habe tatsächlich noch nie etwas richtig Verrücktes gemacht. Das gehört einfach nicht zu meinem Wesen und ich denke eher lange über Dinge nach, bevor ich ich sie wirklich mache.
Was war Ihr Kindheitstraum?
Also, was ich weiß, ist, dass ich definitiv nie Lehrer werden wollte! Das fand ich ganz schlimm und mein eigentlicher Berufswunsch war tatsächlich, Programmierer zu werden. Das wollte ich so lange, bis ich angefangen habe, Informatik zu studieren.
Jetzt haben wir noch fünf Entweder-oder-Fragen, die wir in jedem Interview stellen werden, um ein wenig über die Person zu erfahren.
Zuerst einmal: Herzhaft oder süß?
Definitiv süß!
Früh aufstehen oder lange schlafen?
Früh aufstehen.
Nutella mit oder ohne Butter?
Gar keine Nutella.
Hund oder Katze?
Katze.
Meer oder Wald?
Wald.
Bungee Jumping oder Strickkurs?
Ah, da bin ich glaube ich eher bei Bungee Jumping.
Das war es auch schon mit unserem Interview. Wir danken Ihnen für das Gespräch.
Kleiner Hinweis: Heute kann man Herrn Dr. Janneck zum Geburtstag gratulieren.
Kira Jessen, Romy König und Charlotte Stüler, 7a, für die Presse-AG






