Hier war mal ein Kloster
Von einigen lauten Tagen abgesehen, verliefen die Arbeiten auf unserer Baustelle ziemlich ruhig und haben den Schulbetrieb kaum gestört – wenn man mal davon absieht, dass der Weg vom Hauptgebäude in die Feuerwache viel länger geworden ist. Passiert ist trotzdem eine Menge.
Am Spannendsten ist sicherlich die Entwicklung in der Aula. Hier ist der Fußboden inzwischen zu einem großen Teil verschwunden. Unter Sand und Schutt sind dabei Bodenbeläge aus der Klosterzeit zum Vorschein gekommen, mit denen niemand gerechnet hat. Das kann man auf dem rechten und dem unteren Bild sehen: Vorne Kopfsteinpflaster, das sicherlich einmal zu einem Hof gehört hat, dahinter Fliesen, dort muss das Gebäude gewesen sein. Dazwischen kann man auch die Reste von einer Mauer erahnen.
Auf dem mittleren Bild sieht man den aktuellen Zustand der Bühne und die Reste vom alten Aulafußboden. Hinter der schwarzen Wand: die Orgel. Weil das alte Parkett mit einem schadstoffhaltigen Klebstoff verklebt war, mussten die Türen und Fenster während der Arbeiten abgedichtet werden, das sieht man auf dem linken Bild.




Auch im Keller selbst bleibt kein Stein auf dem anderen. Im alten Fotolabor wurden alte Rundbögen freigelegt, die zwischenzeitlich zugemauert worden waren. Hier ensteht unser neues Lager für die Aulamöbel, ein Raum für den Brennofen und ein barrierefreies WC, das man von der Aula aus über den neuen Fahrstuhl erreichen kann.
Hinter dem Fotolabor gibt es einen kleinen Wartungsgang, von dort aus kann man inzwischen in die Aula schauen – es gibt ja keine Decke mehr! Durch diesen Gang ist bislang die Feuerwache an das Blockheizkraftwerk im Hauptgebäude angebunden. Seit den Osterferien ist die Heizung aber abgestellt, weil die Heizungsrohre – das sieht man auf dem rechten Bild – verlegt werden müssen und daher aktuell in der Aula enden. Bis zum Herbst sind hoffentlich die neuen Rohre gelegt!
Nebenbei bemerkt: Wusstet Ihr, dass wir am Johanneum schon seit ein paar Jahren eine Wärmepumpe haben? Das ist ein Modellvorhaben des Engergiemanagements der Hansestadt Lübeck, um zu sehen, wie gut Wärmepumpen im Altbau funktionieren. Im tiefsten Winter reicht die Wärmepumpe allein nicht aus und sie wird durch eine moderne Gasheizung ergänzt, aber solange es nicht zu kalt ist, heizen wir CO2-neutral.



Auf dem Schulhof gibt es auch Veränderungen. Der Kellerabgang ist verschwunden, die Boulderwand auch und sogar ein Gaslaterne in der Dr.-Julius-Leber-Straße musste versetzt werden, um eine neue Feuerwehrzufahrt zu unserem Schulhof zu schaffen. Dass die Flächen erstmal nur gepflastert wurden, liegt daran, dass am Ende der ganze Schulhof einen einheitlich neuen Belag bekommen wird, das ist jetzt also nur ein Provisorum, genauso wie die Schottergräben rund um die Bäume.



Damit unser Schulhof trotz Umbau immer besser wird, organisieren übrigens Frau Michaels und Frau Winterhoff gerade einige Strandkörbe für uns, die vor dem Refektorium einen Platz finden sollen. Das gute Wetter kann also endlich kommen!






