Jugend musiziert – ein besonderer Blick

Am  25. Januar 2026 fanden Wertungsspiele für den Regionalwettbewerb Jugend musiziert statt, an denen auch vier Schüler:innen meiner Musikprofilklasse Q1c teilnahmen: Mara Szilaghi (Gesang), Richarda Shopov, Helene Dröge und Flavio Brühning (Klavier). Sie in diesem Rahmen zu erleben, war für mich ein ganz besonderes Erlebnis.

Mara: Im Unterricht fröhlich, oft leise kichernd, kann sich dafür begeistern, den Ausdruck einer Komposition zu beschreiben, auch wenn danach gerade nicht gefragt wird.

Und nun? Maras Töne treffen mich ins Herz, ihre warme, sanfte Stimme zieht mich mit. Reine Freude durchströmt mich, und plötzlich – eine dramatische Wendung, Mara reißt mich los von einem Traum, und ich bin gefangen von ihrem eindringlichen Ausdruck, der sich bald schon wieder in spielerische Leichtigkeit wandelt. Welch ein Reichtum der Gefühle wird hier offenbar!

Richarda: Im Unterricht freundlich, gütig, manchmal gedankenverloren in ihrer Liebe zur Musik.

Und nun? Richarda zaubert weite Klänge, die in mir eine tiefe Sehnsucht und einen dunklen Schmerz hervorrufen wie auch ein dankbares Erinnern und eine ruhige Gewissheit. Welch ein Geschenk für mich!

Helene: Im Unterricht fokussiert, rücksichtsvoll, geduldig. Souverän vermag sie eine Komposition in all ihren Details zu erfassen, ohne dabei das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.

Und nun? Musikalischer Ausdruck in all seiner Vielfalt erreicht mein Herz – alle Nuancen und Facetten schweben, tanzen und drängen durch den Raum, ziehen sich wieder zurück und fordern doch mehr, und mich „ergreift es mit wildem Weh“ (Heine). Welch eine Tiefe und Weite erschließt sich mir!

Flavio: Im Unterricht immer gut gelaunt und in Bewegung, den Schalk im Nacken.

Und nun? Flavio lässt ernst und konzentriert die Töne klar und glitzernd perlen, und eine freudige Ruhe durchdringt mich. Die Welt erscheint mir in allen ihren Farben, das Leben wirkt bunt, verwirrend und zugleich doch einer inneren Ordnung folgend. Welch ein Kaleidoskop der Klänge!

Und die Jury? Nun, sie wird vermutlich Kritikpunkte finden, aber die interessieren mich nicht.

Ihr, meine Schüler:innen, habt mir einen Blick in Eure Seelen gewährt und mit Eurer Musik meine Seele berührt. Dafür danke ich Euch von Herzen.

Daniela Appel