„Deutschland, siehst du das nicht …“
Massenarbeitslosigkeit, soziale Not und die Weltwirtschaftskrise prägten den Untergang der ersten deutschen Demokratie, wobei in diesen Jahren auch kulturell viel passierte. In Form einer musikalischen Lesung mit dem Schauspieler Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45 durfte der 12. Jahrgang des Johanneums zu Lübeck mehr über die Schlussphase der Weimarer Republik erfahren. Mit Texten, unter anderem von Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Musik von Hanns Eisler, Kurt Weill und Jean Françaix wurde ermöglicht, diese Zeitenwende auf einer kulturellen Ebene nachzuvollziehen und sowohl die Fatalität zu verstehen.
Dieser Besuch weckt nicht nur das Verständnis für die Vergangenheit, sondern auch ein Blick auf die Zukunft mit der Frage, wie die Demokratie zukünftig beschützt und erhalten bleiben kann.
In Zeiten der politischen Unruhe, in denen in Deutschland erneut eine rechtsextreme Partei aufkommt und sich von einer kleinen Randpartei zu einer großen Kraft hocharbeitet, was gewisse Parallelen zur NSDAP in der Weimarer Republik erkennen lässt, war die Vorführung vom Ensemble OPUS 45 ein Mahnmal. Durch die beeindruckende Atmosphäre, die der Sprecher Roman Knižka mit den Texten kreierte, wurde klar: So etwas darf nicht noch einmal passieren!
Vielen Dank an die Haukohl-Stiftung für das Ermöglichen und Unterstützen der Vorstellung.
Foto: Olaf Malzahn/Haukohl-Stiftung
Text: Henri Stüler und Pia Priebe, beide Q1e, für die Presse-AG






