Ganz großes Kino

Am 12. Juni verwandelte sich die kleine Turnhalle in ein Kino für das Ohr, denn das Sinfonieorchester lud zu seinem Konzert „Making Movies„. Es präsentierte Medleys aus den verschiedensten Ecken der Filmmusik und hatte für jeden Geschmack etwas im Gepäck. 

Angefangen mit „Raiders March“ gab es erstmal etwas für „Indiana Jones“ Fans zu hören, bevor es im Anschluss direkt mit einem weiteren Klassiker actionreich weiterging. Das James Bond-Medley beinhaltete die berühmtesten Stücke des inzwischen über 60 Jahre alten 007-Franchises, wie „Goldfinger“ oder auch „Live and let die“. Das darauffolgendeSchindlers List“ von John Williams (der Pionier der Filmmusik war gleich dreimal vertreten), war dagegen von einem ganz anderen Charakter. Die Schwere und die zutiefst melancholische Stimmung des Films über den Holocaust brachte Solist Christian Groß auf seiner Geige beeindruckend herüber und sorgte für Gänsehaut-Momente. Während der Stücke waren großformatige Portraitfotos zu sehen, die das Kinogefühl noch verstärkten.

In der Pause versorgte der Q1-Jahrgang wie immer alle mit Essen und Trinken, diesmal aber mit einer kleinen Überraschung im Sortiment. Passend zu der Kino-Atmosphäre wurde Popcorn verkauft, welches man ausnahmsweise auch in die zweite Hälfte des Konzerts mitnehmen durfte. 

Als Herr Maetzel nach der Pause das nächste Stück „How to train your dragonanmoderierte, gab er zu, das es der einzige Film des Programmes sei, den er noch nie gesehen habe. Auf Wunsch des Orchesters und mithilfe der Arrangier-Künste von Herr Herrmann fand es aber dennoch einen Platz im Programm, zur Freude der Drachenliebhaber sowohl vor als auch auf der Bühne. 

Mit dem anschließenden Harry Potter-Medley sorgte das Orchester für eine richtige Wohlfühlstimmung im Publikum, als es verschiedene Szenen aus den acht Filmen musikalisch wiedergab. Hier wurde Herr Maetzel übrigens von Herr Wagner vertreten, der sich das Stück, zur Freude des Orchesters, gewünscht hatte und es dann auch dirigieren durfte. 

„Once upon a time in the west“, arrangiert von Herrn Maetzel, wurde an zweitletzter Stelle präsentiert, wobei Johann Massalme mit seinem Gesangssolo das Publikum in den Wilden Westen zu Cheyenne und Frank zurückversetzte. Die Filmmusik von „Forrest Gump“ bildete dann den krönenden Abschluss des Konzertes. Arrangiert von Herr Herrmann und mit dem einprägsamen Klaviersolo von Lukas Hoffmeister begeisterte das Medley die überfüllte Turnhalle, bevor es nach einem riesigen Applaus noch die Zugabe zu hören bekam. Mit etwas Platzmangel auf der Bühne spielte das Sinfo gleich zweimal „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und verbreitete so eine vorzeitige Weihnachtsstimmung bei Sommerwetter. 

Philine Callsen, 10d, für die Presse-AG

Fotos: Foto-AG