#IchbinJaneDoe
Eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an der Cornell University in den USA sorgt derzeit in den Vereinigten Staaten und in den sozialen Medien für große Empörung. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu einem Vorfall aus dem Jahr 2024 wieder aufgenommen.
Damals soll eine Studentin im Verbindungshaus der Studentenverbindung Chi Phi Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden sein. Jane Doe (das Pseudonym wird für Frauen verwendet, die – vor allem im rechtlichen Bereich – anonym bleiben wollen) gibt an, alkoholisiert in das Gebäude der Studentenverbindung Chi Phi gekommen zu sein. Nach eigenen Angaben wurde ihr dann das Narkose Mittel Ketamin verabreicht. Anschließend soll sie von mehreren Mitgliedern der Studentenverbindung in einem wehrlosen Zustand vergewaltigt worden sein.
57 Männer wussten durch ein Gruppenchat von der Tat Bescheid und wurden alle eingeladen mitzumachen.
Drei Wochen nach dem Vorfall wandte sich die junge Frau an die Campus-Polizei. Es gab keine juristischen Konsequenzen, weshalb die Klägerin der Universität Untätigkeit vorwirft. Mittlerweile hat sie die Universität verlassen und die Studentenverbindung wurde verboten.
Da keine strafrechtliche Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben wurde, reicht die Studentin inzwischen eine Zivilklage ein. Nach Angaben ihres Anwalts Thomas Giuffra erhielt Jane Doe zahlreiche Drohungen, welche teilweise fordern die Klage zurückzuziehen.
35% der Studentinnen im Grundstudium geben laut einer internen Befragung an der Cornell University an, sexuelle Übergriffe erlebt zu haben.
Die #IamJaneDoe Bewegung, welche aktuell in den Sozialen Medien kursiert, ähnelt der #metoo Bewegung aus dem Jahr 2017, bei der insbesondere Frauen im Zuge eines viel beachteten Hollywood-Skandals ihre Geschichte über Übergriffe teilten.
Unterstützerinnen und Unterstützer versuchen der Klägerin durch die Jane-Doe-Bewegung Schutz im digitalen Zeitalter zu bieten. Im Falle, dass der wahre Name der Frau veröffentlicht werden sollte, hoffen die Unterstützer:innen darauf, dass die Flut von „Ich bin Jane Doe“-Posts in den sozialen Medien die Algorithmen und KI Modelle verwirren wird.
Oft werden Themen wie Vergewaltigungen und Femizide tot geschwiegen, doch wir wollen genau darauf aufmerksam machen. Es ist wichtig Stärke und Zusammenhalt zu zeigen!
Hilfe und Beratung in Deutschland bei sexueller Gewalt, findet man bei dem Hilfetelefon: 0800 22 555 30. Die Anrufe dort sind anonym und kostenfrei.
Hanna Schulting und Franziska Sondermann, beide 9d, Courage-AG





















