Was sind Menchenrechte?
Menschenrechte sind die grundlegenden Freiheiten und Ansprüche einer Person. Für alle Menschen bedeuten diese Rechte sehr viel, weil niemand ohne sie frei leben könnte.
Sie gelten für jeden Menschen von Geburt an und schützen dich vor Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung.
Dies sind die wichtigsten drei Menschenrechte:
1.Recht auf Leben und Sicherheit: Das fundamentale Verbot von Folter, Sklaverei und willkürlicher Gewalt. Jeder Mensch hat Anspruch auf körperliche Unversehrtheit.
2. Freiheit und Selbstbestimmung: Das Recht auf eine eigene Meinung, Glaubensfreiheit und politische Teilhabe ohne Angst vor Verfolgung.
3. Gleichheit und Nichtdiskriminierung: Alle Menschen haben die gleichen Rechte – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status. Außerdem schützen Menschenrechte unabhängig von äußeren Merkmalen unantastbare Würde.
Sie stärken das friedliche Miteinanderleben in jeder Religion, Kultur und Hautfarbe.
Denn Menschenrechte gelten nicht nur gegen Volksverhetzung oder Rassismus, sondern auch in alltäglichen Situationen wie Mobbing, Hierachieverhalten und toxischer Ausgrenzung.
Ohne Menschenrechte würde es viel mehr Leid und Ausgrenzung geben, deswegen ist es wichtig, dass diese Rechte aufrecht erhalten werden, damit jeder geschützt werden kann.
Was ist der „Black History Month“ und warum gibt es ihn?
„Black History Month“ bedeutet übersetzt „Der Monat der Geschichte der Schwarzen.“
Der Monat soll die Kultur, Geschichte und Leistungen der Schwarzen Menschen hervorheben und würdigen. Es soll bewirken, dass die Menschen nicht rassistisch handeln und darauf aufmerksam machen, wie respektlos Rassismus ist. Außerdem soll der Monat an die Taten und Ereignisse der Vergangenheit erinnern, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. Es ist sehr wichtig zu wissen, was alles passiert ist, dass alle Menschen gleichberechtigt sind und dass ihre Hautfarbe keine Rolle spielt.
Black Lives Matter
Die Bewegung „Black Lives Matter“ hat eine Geschichte, die bis 2013 zurückreicht. Die Idee hinter der Bewegung ist die Demonstration gegen Polizeigewalt bei Schwarzen. Darum auch der Slogan ,,Black Lives Matter“ (was bedeutet : Schwarze Leben zählen). Der Auslöser der Bewegung war der Mord an dem 28-jährigen Schwarzen Trayvon Martin, der vom Nachbarschafts-Wachmann erschossen wurde. Seitdem gibt es Proteste unter dem Schlachtruf „Black Lives Matter“, die nicht nur Polizeigewalt ansprechen, sondern auch allgemein gegen Rassismus sind.
Weitere rassistische Vorfälle, wie bei Georg Floyd (erstickt durch einen Polizisten, der sich minutenlang auf seinen Hals setzte), verstärkten die Proteste. Heute ist „Black Lives Matter“ ein Begriff gegen Rassismus, für Rechte und Kultur der Schwarzen und allgemeine Gleichberechtigung, der sich auf der ganzen Welt verbreitet hat.
Wie bezeichnet man Menschen mit verschiedenen Hautfarben angemessen?
Was Bezeichnungen für Menschen mit verschiedenen Hautfarben betrifft, geht es bei vielen Wörtern darum, wer die Begriffe erfunden hat. Zum Beispiel bei dem äußerst diskriminierendem N-Wort, das wir hier nicht voll ausschreiben werden, handelt es sich um ein Wort das im 16. Jahrhundert als abwertende Bezeichnung für afrikanische Versklavte verwendet wurde und sich auf ihre Hautfarbe (fra. negro= schwarz) bezieht. In derdeutschen Sprache fand dieser Begriff hauptsächlich im Zusammenhang mit den sogenannten „Rassen-Theorien“ Verwendung, was seine negative Bedeutung verstärkte. Heute ist dieser Begriff in den meisten Ländern als Bezeichnung für Schwarze Menschen verboten. Die Geschichte des N-Wortes zeigt noch einmal, dass Fremdzuschreibung aus gutem Grund als kritisch angesehen werden sollte. Aus selbstverständlichen Gründen sind Begriffe derjenigen Menschen, die sie selbst nutzen möchten, besser:
Schwarz: Schwarz mit großem „S“ steht hier nicht für die Farbe, sondern für eine von Rassismus betroffene Position in der Gesellschaft. Es ist eine Selbstbezeichnung, die angemessen ist.
Weiß: Weiß mit großem „W“ steht auch hier nicht für die Farbe, sondern ist eine Bezeichnung für eine Position in der Gesellschaft, die nicht vom Rassismus betroffen ist. Es ist ebenfalls eine Selbstbezeichnung und angemessen.
People of Color (kurz PoC): Dies ist eine internationale Selbstbezeichnung. In den letzten Jahren hat dieser Begriff sich weltweit verbreitet und bezeichnet Menschen verschiedener Hautfarben
Was kannst du gegen Rassismus unternehmen?
Rassismus ist ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem, das viele Menschen weltweit betrifft und Schaden anrichtet.
Ein wichtiger Schritt ist Bildung und Bewusstseinsförderung: Offen über Rassismus zu reden sowie seine Geschichte und Kultur zu verstehen. Es ist wichtig, gut informiert zu sein und ein offenes Ohr zu haben. Dabei hilft es auch, wenn man z.B. Petitionen unterschreibt oder Social-Media-Kanälen folgt und ein aktiver Teil gegen Rassismus ist.
Wie du dich auch einbringst, es ist wichtig, dass du den Kampf gegen Rassismus förderst. Insgesamt gibt es viele Wege, um etwas gegen Rassismus zu unternehmen. Angefangen auf dem Schulhof: Wenn man rassistische Sprüche hört, hilft es, dazwischen zu gehen und klar zu machen, dass Alltagsrasissmus keinen Platz in unserer Welt hat. Du kannst auch dich mit Freunden austauschen und ihnen erklären, was man gegen Rassismus tun kann.
Das Johanneum ist eine Schule ohne Rassismus!
Das Johanneum ist eine Schule ohne Rassismus, weil es zum Beispiel mit dem Courage-Treff eine AG gibt, in der es ganz spezifisch um das Thema geht. Gleichzeitig behandeln wir regelmäßig das Thema im Unterricht, damit es nicht in Vergessenheit gerät.
Im Unterricht ist es sehr wichtig, dass Lehrkräfte niemanden bevorzugen oder benachteiligen. An unserer Schule wird sehr darauf geachtet und es ist „egal“, wie man aussieht.
Der Courage-Treff kommt auch regelmäßig in die 5. Klassen, um den Kindern das Thema nahezubringen und Fragen zu beantworten.
Wir hoffen, dass das Johanneum dadurch nicht nur auf dem Schild, sondern auch im Alltag eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist!
Der Religionskurs 7a/7b mit Frau Christiansen