Wie lebt man, wenn man nichts hören kann?
Anfangs waren wir eher weniger begeistert, als unser Klassenlehrer uns erzählt hat, was wir für einen Wandertag machen, aber so schnell kann sich eine Meinung ändern! Der „Dialog im Stillen“ hat meine Sicht auf die Welt komplett verändert.
Mit dem Zug nach Hamburg – und von dort aus durch sommerliche Temperaturen zum „Dialoghaus“, dessen Ziel es ist, Ausgrenzung zu überwinden und Inklusion zu fördern. Wir wurden von einer gehörlosen Frau durch verschiedene Räume geführt und haben uns ohne besondere Vorkenntnisse der Gebärdensprache gut mit ihr verständigen können. Am Anfang konnten haben wir schalldichte Kopfhörer aufgesetzt bekommen, damit wir uns in die Lage von gehörlosen Menschen hineinversetzen konnten. Einen Raum für unsere Mimik, die bei Gebärdensprache eine große Rolle spielt, und ein paar Spiele zum Fördern unserer gelernten Basics. Im letzten Teil der Führung haben zwei Dolmetscherinnen auf uns gewartet und so konnten wir der Frau, die uns geführt hat, einige Fragen zu ihrem Leben stellen. Sie hat uns teilweise echt schockierende Sachen aus ihrer Vergangenheit erzählt; früher wurden gehörlose Kinder in der Schule gezwungen zu sprechen. Außerdem hat sie einige Einblicke in ihren Alltag gegeben, was meine Wahrnehmung von allen Menschen total verändert hat. Ich finde, der Tag war eine bewegende Erfahrung, die man unbedingt mal erlebt haben muss.
Eva Teubert, 8c, für die Presse-AG






