Slammen ohne Schreibblockade!
Ein rassistischer Schneemann auf dem Weihnachtsmarkt, Gänse, die Wut auf einen Selbst und die Leiden des Schullebens. Das alles waren nur einige der Themen, die am beim diesjährigen Schul-Poetry-Slam im Schuppen 6 zum Besten gegeben wurden.
Nachdem es vor den Osterferien die innerschulische Vorrunde gab, schickten die sechs teilnehmenden Schulen (das Johanneum, das Katharineum, die OzD, die Geschwister-Prenski-Schule, das Carl-Jakob-Burckhardt-Gymnasium und die Friedrich-List-Schule) an diesem Sommerabend jeweils ihre beiden Sieger:innen ins Rennen, um im Schulentscheid ihr Können unter Beweis zu stellen. Und es wurde ordentlich geliefert!
Den Anfang machte eine ehemalige Teilnehmerin, um den diesjährigen netterweise den Druck wegzunehmen. Sobald der Applaus verebbt war, wurden die zwölf Slammer:innen in zwei Gruppen aufgeteilt und die Reihenfolge der Beiträge ausgelost.
Benyamin Köpke aus der 10d machte den mutigen Anfang mit seinem Text über das unendlich scheinende Warten in Arztpraxen, der mit vielen humorvollen Phrasen, kreativen Vergleichen und Klischees von den unbequemen Sitzen bis hin zu der unfreundlichen Arzthelferin bestückt war und so für viele Lacher sorgte. Es folgten Texte verschiedenster Art. Mal im freien Vers, mal im Kreuzreim, mal flüsternd, mal aufbrausend, mal ernsthaft, mal sarkastisch hatten die Schüler maximal sechs Minuten Zeit ihrem Text Gehör zu verschaffen und sorgten für viele Lacher, oft aber auch für eine gebannte Stille im Schuppen 6.
Für Abwechslung zwischen all den gesprochenen Texten sorgte der Auftritt einer dreiköpfigen Accappella-Band des Katharineums, die zwei Lieder präsentierte, bevor es mit der 2. Gruppe an Slammer:innen weiterging.
Diese eröffnete wieder eine Schülerin des Johanneums. Betty Hofer von Lobenstein aus der 10b präsentierte einen Text über die Kündigung der Freundschaft und das Alleingelassenwerden, der das Publikum sichtlich bewegte und auch viel Applaus erntete. Kleiner Fun Fact: In der zweiten Runde gab es übrigens auch Lillian Langhans zu hören, die sich das Schulleben als Thema für ihren Text ausgesucht hatte.
Anschließend wurden die Weiterziehenden festgelegt. Diese drei Schüler:innen durften ihren zweiten vorbereiteten Text vorstellen, bevor es dann zum finalen Ergebnis kam und schließlich Antonia Katzberg als der Friedrich-List-Schule als Gewinnerin des Wettbewerbs hervorging.
Nachdem das Spektakel zuende gegangen war, stellte sich noch Benyamin Köpke spontan auf eine Bank und präsentierte seinen zweiten Text über Schreibblockaden den restlichen Zuschauern, die noch dageblieben waren. Andere Slammer:innen, die es nicht in die zweite Runde geschafft hatten, taten es ihm gleich, sodass der Abend vor der Kulisse des Museumshafens und der untergehenden Sonne wunderschön ausklingen konnte.
Ein großer Dank geht an die Possehl-, Sparkassen-, Haukohl-, und Jebsen-Stiftung für deren Unterstützung und natürlich auch an Frau Lattwein, die als zuständige Lehrkraft am Johanneum das alles möglich gemacht hat.
Philine Callsen, Ee, für die Presse-AG









