Safety first – KI und Phishing-Mails
Im Rahmen des Faches „Berufliche Orientierung“ im E-Jahrgang beschäftigen wir uns normalerweise mit Fragen rund um die individuelle Studien- bzw. Berufswahl nach dem Abitur. In der letzten Stunde vor den Sommerferien haben wir uns hingegen mit Dingen beschäftigt die schon jetzt für uns relevant sind: Wie wir Künstliche Intelligenz sicher im Alltag einsetzen und wie wir IT-Sicherheit gewährleisten können. Dazu sind vier Auszubildende der Firma Dräger zu uns gekommen und haben uns in einer Mischung von Vortrag und Anwendung Informationen und Tipps gegeben.
Künstliche Intelligenz im Alltag
Künstliche Intelligenz wird in unserem Alltag immer präsenter. Ob zum Lernen, als Informationsquelle oder zum Erstellen von Bildern – viele von uns nutzen sie täglich. Doch wie viel wissen wir eigentlich über KI? Genau damit haben wir uns in unserer letzten BO-Stunde dieses Jahr beschäftigt. Bei uns waren die beiden Auszubildenden von Dräger, Max und Malte, die für uns einen spannenden Vortrag über KI im Alltag gehalten und uns dabei die Themen KI im Alltag, Prompting und die Zukunft der KI nähergebracht haben.
Als Einstieg in das Thema haben wir mit einem Quiz begonnen, bei dem uns vier Bilder gezeigt wurden. Anschließend sollten wir raten, welche der Bilder echt sind und welche von einer KI erstellt wurden. Dabei ist uns schnell aufgefallen, dass die Unterschiede häufig nicht so leicht zu erkennen sind, wie man zunächst glaubt.
Anschließend haben wir gelernt, was KI überhaupt ist und wie sie funktioniert. Dabei haben wir zum Beispiel über „Large Language Models“ gesprochen. Besser bekannt sind diese für uns als Chatbots, wie ChatGPT. Diese Form der KI lernt aus den Daten und Informationen, die ihr gegeben werden, sie kann sich jedoch nicht selbstständig neues Wissen aneignen. Chatbots errechnen ihre Antworten zudem nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip. Sie wissen nicht, ob ihre Antwort richtig oder falsch ist. Deshalb besteht die Gefahr, dass Informationen oder Quellen frei erfunden werden, weshalb es wichtig ist, Informationen von einer KI zu hinterfragen und zu überprüfen. Welche Informationen wir erhalten, hängt außerdem stark davon ab, welchen Prompt wir verwenden.
Das durften wir auch selbst ausprobieren. Jeder Schüler gab einer KI die Aufgabe: „Male ein Tier.“ Obwohl die kreierten Tiere erstaunlich ähnlich waren, vorrangig Füchse oder Löwen, sahen die erstellten Bilder doch sehr unterschiedlich aus. Anschließend sollten wir einen konkreteren Prompt verwenden und erhielten alle nahezu das gleiche Ergebnis. Wir haben also gelernt, dass ein unklarer Prompt sehr ungenaue Ergebnisse liefert und nur ein präziser Prompt zum gewünschten Ergebnis führt.
Eine Weiterentwicklung von KI sind AI-Agents, die voraussichtlich in der Zukunft immer präsenter sein werden. Diese arbeiten im Gegensatz zu Chatbots selbstständig auf ein Ziel hin und sind in der Lage, sich selbst zu verbessern und eigenständig zu lernen. Ein AI-Agent ist wie ein persönlicher Assistent, der zum Beispiel selbstständig eingehende E-Mails lesen und beantworten kann. Er ist sehr leistungsstark und schafft heute so viel wie ein kleines Team noch vor fünf Jahren.
Zum Abschluss haben wir Chancen und Risiken von KI gesammelt. Die genannten Vorteile waren die Arbeitserleichterung, die Zeitersparnis sowie die Kosteneffizienz. Zu den Risiken zählen die Möglichkeit, dass Arbeitsplätze wegfallen, unsere Kreativität eingeschränkt wird und wir langfristig verlernen könnten, eigenständig zu denken. Zudem besteht die Gefahr einer autonomen KI sowie die Tatsache, dass KI leicht manipuliert werden kann. Trotz der überwiegenden Risiken nutzen wir KI beinahe täglich, um uns den Alltag zu erleichtern.
Nach dem informativen Vortrag haben uns die Auszubildenden außerdem noch einiges über Dräger erzählt und uns Einblicke in die beruflichen Möglichkeiten im Unternehmen gegeben.
Diese Stunde hat uns gezeigt, dass viele von uns glauben, wir wüssten bereits alles über KI im Alltag, weil wir sie täglich nutzen und mit ihr aufwachsen. Doch am Ende der Stunde haben wir alle neue Informationen und Tipps mit nach Hause genommen – sowohl darüber, wie KI funktioniert, als auch darüber, wie wir sie am besten und effektivsten nutzen können.
Wir bedanken uns herzlich bei Dräger und besonders bei den beiden Vortragenden dafür, dass sie sich die Zeit für uns genommen und uns das Thema so freundlich und praxisnah erklärt haben!
Amy Lucia Piontek, Q1f
IT-Sicherheit
„Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer und brauche Geld!“ – Diese Art von Betrugsmasche ist vielen von uns vermutlich bekannt. Vielleicht, weil ein Familienmitglied bereits eine solche Nachricht erhalten hat, Warnungen davor kursierten oder man selbst schon einmal mit einer ähnlichen Nachricht konfrontiert wurde.
Einige Schülerinnen und Schüler des E-Jahrgangs hatten am Ende des Schuljahres im Rahmen des BO-Unterrichts noch einmal die Möglichkeit, sich einen Vortrag von Taylor und Tim, Auszubildende der Firma Dräger, zum Thema IT-Sicherheit anzuhören. Dabei erfuhren wir unter anderem, wie man ein sicheres Passwort erstellt, wie man Phishing-E-Mails trotz gefälschter Logos erkennen kann und welche Gefahren entstehen können, wenn beispielsweise das Konto einer Freundin oder eines Freundes gehackt wurde.
Beim sogenannten Phishing versuchen Täterinnen und Täter, durch gefälschte Nachrichten, die scheinbar von echten Unternehmen wie der Sparkasse oder einem Online-Shop stammen, an persönliche Daten zu gelangen. Dazu gehören beispielsweise Passwörter, Bankdaten oder andere persönliche Informationen. Häufig wird dabei bewusst Druck aufgebaut: Durch angebliche Probleme, drohende Kontosperrungen oder andere Konsequenzen sollen Empfängerinnen und Empfänger dazu gebracht werden, auf schädliche Links zu klicken oder persönliche Daten preiszugeben.
Im Rahmen des Vortrags konnten wir außerdem durch einen Selbsttest heraus finden, wie gut wir selbst darin sind, Phishing-E-Mails zu erkennen. Dabei wurde schnell deutlich, dass manche gefälschten Nachrichten täuschend echt aussehen können.
Trotzdem gibt es einige Merkmale, auf die man achten kann, wenn man sich bei der Vertrauenswürdigkeit einer Nachricht nicht sicher ist:
- Ist die Absenderadresse tatsächlich korrekt oder weicht sie von der offiziellen Internetadresse des Unternehmens ab?
- Wird versucht, Druck oder Angst auszuüben, beispielsweise durch eine angedrohte Kontosperrung, ein Bußgeld oder einen möglichen Geldverlust?
- Ist die Anrede unpersönlich und steht dort beispielsweise nur „Sehr geehrter Kunde“ anstelle des eigenen Namens?
- Enthält die Nachricht Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Formulierungen?
- Führt ein Link zu einer auffälligen Internetadresse, beispielsweise mit Buchstabendrehern oder einer ungewöhnlichen Endung?
Der Vortrag hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auch im digitalen Alltag aufmerksam zu bleiben und nicht jede Nachricht sofort als vertrauenswürdig einzustufen. Besonders interessant war es, anhand konkreter Beispiele selbst zu testen, wie leicht man auf professionell wirkende Phishing-Nachrichten hereinfallen kann. Wir bedanken uns herzlich bei den Vortragenden für den informativen und anschaulichen Vortrag und die vielen hilfreichen Tipps rund um das Thema IT-Sicherheit!
Johanna Gärtner und Sarah Malmen, Ec









