Neu am Johanneum: Herr Dutschke

Eigentlich hatte Herr Dutschke Kunst bis zur 9. Klasse gehasst. Und doch hat er dieses Jahr bei uns angefangen, neben Deutsch genau dieses Fach zu unterrichten. Wir, die Presse-AG, haben ihn für euch interviewt, um ihn besser kennenzulernen.  

Presse-AG: Herr Dutschke, haben sie schon einen Lieblingsort hier am Johanneum für sich entdeckt?   

Herr Dutschke: Ich glaube, auch wenn ich es noch nicht so ausgenutzt habe, sind es die Kunsträume oder auch auch der Arbeitsraum für die Lehrkräfte.   

Gefällt Ihnen die Hüxschule oder das Johanneum besser?   

Also, da ich nur einmal die Woche in der Hüxschule bin, kann ich dazu nicht so viel sagen. Aber ich bin ein großer Fan von dem Schulgebäude des Johanneums. Deswegen würde ich ehrlich gesagt das Johanneum wählen.  

Wo sind Sie aufgewachsen?   

Ich bin in Singen am Bodensee geboren. Das war tatsächlich im Urlaub, weil meine Eltern zu der Zeit noch Urlaub und Party gemacht haben. Aufgewachsen bin ich aber in Lüneburg, also in Niedersachsen. Ich habe die letzten Jahre in Flensburg gewohnt und studiert und jetzt bin ich hier.   

Wollten Sie schon immer Lehrer werden?   

Ich war da nicht so hinterher, und habe erst mit 16 angefangen, mir Gedanken über die Zukunft zu machen. Aber seitdem war das das Einzige, was ich so angestrebt habe.  

Und wieso wollten Sie Lehrer werden?   

Ich habe schon immer viel Jugendarbeit gemacht und Zeltlager begleitet und war mir dann sicher, dass ich es gerne mag, mich mit Jugendlichen und Kindern zu umgeben. Das bringt einfach immer ganz viel Spaß, neue Eindrücke und Perspektiven, wenn die Leute, nochmal zehn Jahre jünger sind als du.    

Wieso haben Sie sich für die Kombination aus Kunst und Deutsch entschieden?   

Also erstmal finde ich Deutsch eine ganz faszinierende Sache, einfach weil wir den ganzen Tag sprechen und Deutsch sprechen und ich finde es sehr spannend, sich damit noch intensiver zu beschäftigen. An Kunst mag ich den kreativen Ausgleich, auch von Korrekturen, den ich dazu habe. Ich lese sehr gerne über Kunst und zeichne auch viel zuhause. Witzigerweise mochte ich das Fach gar nicht so gerne in der Schulzeit, aber irgendwann habe ich Gefallen daran gefunden und nun stehe ich hier. Wenn ich Kunst nicht gemacht hätte, hätte ich aber wahrscheinlich Sport gemacht.  

Was wollen Sie anders machen als die Lehrer in Ihrer Schulzeit?   

Also zum Glück kann ich sagen, dass ich viele tolle Lehrkräfte in meiner Schulzeit hatte, aber ich bemühe mich einfach darum, immer möglichst offen und freundlich zu sein. Ich hoffe das kommt auch so rüber. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich besser lernen kann mit Menschen, mit denen ich mich gut verstehe und trotzdem genau weiß, was sie von mir erwarten. Und genau diese Balance ist eben das Schwierige, dass man als Lehrkraft nicht nur der Kumpeltyp ist, sondern gleichzeitig sagen kann, jenes erwarte ich von euch und ihr müsst jetzt leider auch mal arbeiten. Bei einer netten Atmosphäre hatte ich deutlich mehr Spaß und konnte so auch besser lernen.  

Was ist das Verrückteste, das Ihnen je passiert ist?   

Ich bin ein bisschen neidisch auf Herrn Zannos, der stehen hat, dass er mit seinen Schülern in den Nil gesprungen ist. Ich glaube, mein verrücktestes Erlebnis war der Roadtrip, den ich vor kurzem mit meiner Freundin gemacht habe. Wir sind über die Alpen bis nach Mittelitalien gefahren gemeinsam mit dem sehr, sehr klapprigen alten Golf von ‘98  oder so. Er hat sehr gekämpft in den Alpen, aber wir haben es geschafft. Gerade so.  

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung außerhalb der Schule?   

Mich mit Freunden umgeben und Sport zu machen, Handball zu spielen.   

Und weil Sie ein Kunstlehrer sind, haben Sie einen Lieblingskünstler oder auch Kunstwerk, was sie uns verraten können?  

Vielleicht den Künstler Jean-Michel Basquiat.  Ich mag ihn sehr gerne, weil seine Bilder so bunt und expressiv sind und nicht so verkopft.   

Lieblingsessen?   

Selbstgemachte Lasagne.   

Welches Buch sollte man unbedingt gelesen haben?   

„Acht Berge“ von Paolo Cognetti.   

Und die letzte Frage: Was ist Ihr Motto?   

Ich würde sagen, seid nett zueinander. Viele Probleme in dieser Welt würde es, glaube ich, nicht geben, wenn alle einfach ein bisschen offener zueinander wären.  

Vielen Dank für das Interview!  

Philine Callsen, Ee, für die Presse-AG