Die letzte Station der Anne Frank

Wunderschönes, sonniges Wetter, aber trotzdem eine bedrückte Stimmung. So erging es der 9b und der 10d, als sie am Dienstag der letzten Schulwoche das Konzentrationslager Bergen-Belsen besuchten. Die Gedenkstätte in Niedersachsen erinnert an das ehemalige Aufenthaltslager aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das KZ war ursprünglich kein Vernichtungslager, sondern für viele Juden eine Durchgangsstation dorthin. 110 000 bis 120 000 Häftlinge wurden im Lager untergebracht. 52 000 von ihnen starben zwischen 1943 und der Befreiung 1945 in Bergen-Belsen – darunter Anne Frank und ihre Schwester Margot.

Die Gedenkstätte umfasst das ehemalige Lagergelände, auf dem Gedenkzeichen, Mahnmale und Massengräber zu finden sind. Aber auch einzelne Gräber und Gedenksteine (wie zum Beispiel den von Anne Frank und ihrer Schwester) können die Besucher dort finden. „Diese Heidelandschaft ist eigentlich viel zu schön für so ein schreckliches Geschehen“, stellte eine Schülerin fest.

Im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte kann man sich Videos über Zeitzeugen ansehen, die von ihrer Zeit als Inhaftierte in Bergen-Belsen berichten. „Jude zu sein, war etwas sehr Spezielles“ oder „Wir hatten Angst vor den Deutschen“, erinnern sie sich. Zudem gibt es Ausweisdokumente und Objekte, wie zum Beispiel eine Kamera oder einen Notizblock der Inhaftierten und der Aufseher. Des Weiteren sind heimliche Videomitschnitte der Aufräumarbeiten im KZ nach der Befreiung oder Akten und Presseberichte zu sehen.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen, ging es weiter zum Deutschen Panzermuseum Munster. Auf den 10 000 qm sind ca. 6 000 Ausstellungsstücke zu sehen. Panzer aller Art, militärische Laster, PKWs und Motorräder sowie zahlreiche Handfeuerwaffen, Ausrüstungsgegenstände, Orden und Ehrenzeichen kann man in den fünf Hallen bestaunen. Durch Videomaterial und kleine Tafeln erhält man Informationen über die einzelnen Exponate und deren historischen Hintergründe.

Am Ende des Rundgangs konnten sich die Schüler im Museumsshop umschauen oder sich in der Cafeteria ein Eis kaufen, bevor es dann wieder zurück nach Lübeck ging.

 Lilly Hardt, Ed

Dieser Artikel hat keine Bilder, da sich die Eindrücke, die wir beim Besuch des Konzentrationslagers hatten, nicht angemessen in einem Foto abbilden lassen.

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