Heute Schule, früher Wohnhaus – unser Refektorium
In den Gebäuden unserer Schule findet man viel Geschichte. Auf dem Schulgelände befand sich ein Kloster, unsere Mensa war eine Feuerwache, doch wir wussten lange nichts darüber, was eigentlich im Refektorium war, bevor die Musikräume und die Klassenräume dort einzogen. Eine ehemalige Bewohnerin erzählt uns von damals.
Am 1. Dezember besuchte unsere Urgroßtante Christa M. ihr damaliges Zuhause. Sie erzählte, dass das Refektorium damals als Wohnhaus für die Feuerwehrmänner und ihre Familien genutzt wurde.
Der Vater von Christa und ihren vier Geschwistern war Feuerwehrmann. Ihre Wohnung lag dort, wo heute der Musikraum 3 ist. Für eine siebenköpfige Familie war es etwas zu klein. Deshalb schliefen die Kinder auf dem Dachboden, der damals zwar ausgebaut, aber nicht isoliert war, weshalb es im Winter sehr kalt wurde.
Aus dem Fenster vor Musikraum 3 beobachteten die 13-jährige Christa und ihre Zwillingsschwester Rita gerne das Getümmel auf dem Schulhof.
Die Schule war damals noch eine reine Jungenschule.
Als wir uns mit Christa und Frau Salomon am Eingang des Refektoriums trafen, erklärte Frau Salomon, dass das Gebäude Anfang der 80er-Jahre von Grund auf renoviert wurde, woraufhin Christa erzählte, dass der Haupteingang sich vorher auf der anderen Seite des Refektoriums befand, direkt hinter dem goldenen Löwen.
Sie erzählte außerdem, dass die Flure, die zu den Musikräumen führen, früher Teile der Wohnungen waren.
Für Christa war der Besuch bei uns im Johanneum sehr schön und erinnerungsreich. Auch für uns war es toll, die alten Geschichten zu hören.
Lena (10e) und Hanna (8d) Schulting






