Unsichtbar, aber überall – die 10d auf Mikrobenjagd
Wie viele Mikroben tummeln sich eigentlich auf unseren Händen? Und was passiert, wenn man sie gründlich wäscht? Genau diesen Fragen ging die Klasse 10d bei ihrem Ausflug an das Institut für Mikrobiologie am UKSH nach.
Der Besuch fand im Rahmen des Unterrichtsthemas Immunbiologie statt und begann eigentlich schon eine Woche vor dem Praktikum. Zunächst entnahmen die Schülerinnen und Schüler selbst Abklatschproben – zum Beispiel von gewaschenen und ungewaschenen Händen, aber auch von frei gewählten Oberflächen. Dabei zeigten sie sich besonders kreativ: Von Nasenlöchern, Ohren und Caps bis hin zum Inneren von Sportschuhen war alles vertreten. Diese Proben wurden anschließend durch Herrn Rolfes in das Institut für Mikrobiologie gebracht, wo sie eine Woche bei 37°C im Brutschrank gelagert wurden, damit sich vorhandene Mikroorganismen vermehren konnten.
Beim Besuch im UKSH wurde es dann richtig spannend: In einem anschaulichen Vortrag zur medizinischen Mikrobiologie erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in dieses Fachgebiet und erfuhren, welche Rolle Bakterien, Viren und Pilze in Medizin und Alltag spielen. Dabei wurde schnell deutlich: Mikroorganismen sind zwar winzig klein, aber für die Gesundheit von großer Bedeutung.
Besonders interessant war anschließend die Untersuchung der eigenen Proben. Auf den Nährböden hatten sich ganz unterschiedliche Bakterienkolonien gebildet – manche zahlreich, manche eher vereinzelt. Auf einigen Proben fanden sich neben Bakterien auch Pilze. So wurde sichtbar, was sich auf Händen und Oberflächen befindet, obwohl es im Alltag mit bloßem Auge nicht wahrgenommen wird.
Aus ausgewählten Kolonien fertigte die Klasse anschließend Präparate an. Mithilfe der Gram-Färbung wurden die Bakterien sichtbar gemacht und für das Mikroskopieren vorbereitet. Anhand der unterschiedlichen Färbung konnten die Schülerinnen und Schüler sogar grampositive und gramnegative Bakterien unterscheiden. So wurde deutlich, dass Bakterien sich nicht nur in ihrer Form, sondern auch in ihrem Aufbau unterscheiden – etwas, das sich unter dem Mikroskop besonders anschaulich erkennen ließ.
In der abschließenden Besprechung wurden die Ergebnisse verglichen: Wie viele Kolonien ließen sich vor dem Händewaschen zählen, wie viele danach? Der direkte Vergleich zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Hygiene ist und wie viel gründliches Händewaschen tatsächlich bewirken kann.
Der Ausflug an das Institut für Mikrobiologie war für die 10d eine spannende Gelegenheit, Unterricht einmal ganz praktisch zu erleben.
Isabel Blasco Kowalski










