Hockerill-Austausch 2026

Vom 5. bis zum 12. März reisten elf Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse mit Herrn Paustian und Frau Paraknewitz nach Bishop’s Stortford in England. Sieben Tage lang lebten die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien und besuchten das Hockerill Anglo-European College. Was sie dort erlebt haben, erfahrt ihr hier!

1 Anreisetag: Flight & Train Journey – Moritz Schröder (7b)

Wir haben uns um 8:00 Uhr am Lübecker Flughafen getroffen. Unser Flug startete um 10:15 Uhr. Als wir unsere Koffer aufgeben wollten, bemerkte die Check-In-Mitarbeiterin, dass das Reisebüro einen Fehler gemacht hatte und alle als Erwachsene angemeldet waren. Daraufhin musste sie dies ändern und wir warteten eine Stunde. Am Ende waren wir schon ziemlich nervös. Da durch den Fehler des Reisebüros so viel Zeit verloren gegangen war, mussten wir uns beeilen, damit wir unseren Flug nicht verpassen. Also rannten wir zum Flugzeug. Wir waren die Letzten, aber trotzdem noch pünktlich.

Danach flogen wir los. Nach knapp eineinhalb Stunden Flug landeten wir in England. Dort war es sehr voll. Der Flughafen ist im Vergleich zum Lübecker Flughafen viel größer. Am Flughafen gab es eine eigene U-Bahn auf Rädern, die uns zur Passkontrolle brachte. Dort sollten wir unsere Reisepässe hineinlegen und eine Kamera scannte uns. Ein paar Kinder hatten Probleme damit, aber am Ende sind alle gut durchgekommen.

Als wir unsere Koffer wieder abholen wollten, fiel Herrn Paustian auf, dass er einen anderen Koffer hatte als den, den er aufgegeben hatte. Anscheinend hatte jemand seinen Koffer mitgenommen. Schnell lief er los und schaffte es nach einer Weile, die Person telefonisch zu erreichen. Dann bekam er seinen Koffer wieder.

Endlich konnten wir weiter und sind zum Bahnsteig gelaufen. Dort sind wir mit einem Zug nach Bishop’s Stortford gefahren. Die Zugfahrt war aber nur sehr kurz. Nachdem wir am Bahnhof ausgestiegen waren, wurden wir von einer Lehrerin, die ursprünglich aus Deutschland stammt, abgeholt. Sie konnte daher sehr gut Deutsch sprechen.

Danach sind wir zur Schule gelaufen. Der Bürgersteig war so schmal, dass wir hintereinander laufen mussten. Es war leicht verwirrend, dass alle Autos auf der linken Seite fuhren. Auf einmal kam ein riesiger LKW aus einer Seitenstraße und wir mussten anhalten, da er fast auf den Bürgersteig gefahren wäre. Am Ende sind wir alle heil an der Schule angekommen und durch das große Schultor gelaufen.

2 Anreisetag: Erstes Treffen und Lunch mit Gastschülerinnen und -schülern – Jula Becker (7a)

An unserem Ankunftstag waren wir alle sehr aufgeregt. Vom Flughafen sind wir mit dem Stansted Express nur eine Station bis nach Bishop’s Stortford gefahren und von dort aus direkt zur Austauschschule Hockerill Anglo-European College gegangen.

Das Hockerill-College ist riesig! Viele unterschiedliche Gebäude befinden sich auf einem richtigen Campus. Es erinnerte ein wenig an Hogwarts. Wir stellten unser Gepäck ab und warteten gespannt in einer Art Empfangsraum.

Schließlich holten unsere Austauschpartnerinnen und -partner uns ab und begrüßten alle sehr herzlich. Danach zeigten sie uns die Schule. Zum gemeinsamen Essen gingen wir in die Schulmensa. Es gab lange Tische und alle Schülerinnen und Schüler stellten sich sehr strukturiert an. Alle Kinder starrten uns an – wahrscheinlich, weil wir im Gegensatz zu ihnen nicht in Schuluniform herumliefen.

Das Essen war sehr gut! Man konnte zwischen unterschiedlichen Gerichten wählen. Wir unterhielten uns auf Englisch und fühlten uns immer wohler. Im Anschluss an das Mittagessen planten wir einen Ausflug in die Innenstadt.

3 Anreisetag: Bishop Stortford erkunden – Talia Bünger (7d)

Nach dem Mittagessen sind wir zur Stadt in Bishop’s Stortford gegangen. Dabei gingen wir an einem großen Park mit einem riesigen Spielplatz und einer alten Burg vorbei. Die Burg ist sehr alt und man kann nur noch die Fassade sehen. Es wurde auf einem Hügel gebaut.

Danach gingen wir zur Innenstadt und hatten eine Stunde Freizeit, um uns die Stadt anzuschauen oder shoppen zu gehen. Es gab eine große Shopping Mall namens „Jackson Square Shopping Centre” und mehrere kleine Geschäfte, zum Beispiel H&M, Pret und M&S. Die Stadt ist zwar klein, aber sie ist schön, obwohl sie viel Verkehr hat. Nach der Stunde sind wir zusammen wieder zur Schule gegangen.

4 Anreisetag: Erstes Treffen und Abend mit der Gastfamilie – Lea Sophie Pickelmann (7d) 

Der erste Abend bei meiner Gastfamilie war richtig schön und hat viel Spaß gemacht. Als wir angekommen sind, sind wir zuerst zusammen in einen kleinen Laden gegangen, um ein paar Snacks für später zu kaufen. Es war lustig, weil wir nicht alles gefunden haben, was wir wollten, und viel gelacht haben.

Zu Hause haben wir dann ein paar Runden Uno gespielt. Es war total spannend und wir haben uns gegenseitig ein bisschen ausgetrickst. Danach haben die Eltern leckere Pasta gekocht. Wir haben zusammen gegessen und uns unterhalten. Ich habe mich sofort wohlgefühlt.

Am Ende des Abends haben wir einen Film im Wohnzimmer angeschaut. Es war gemütlich, wir haben Popcorn gegessen und einfach den Abend genossen.

5 Schule: Erster Schultag Maja Rudolf (7a)

Als wir am Morgen in der Schule angekommen sind, mussten wir um 8:50 Uhr bei der sogenannten „Form” sein, wo unsere Anwesenheit geprüft wurde. Dort hatten wir aber noch Zeit und haben so ein ähnliches Spiel wie Kahoot gespielt.

Um 9:00 Uhr sind wir dann zu Englisch gegangen, wo wir zuerst gelesen haben, damit die Schülerinnen und Schüler ein wenig ruhiger werden konnten. Dann hat die Lehrerin etwas an der Tafel erklärt und dann haben unsere Austauschschülerinnen und -schüler in Einzelarbeit Aufgaben zum Buch „Refugee” bearbeitet, während wir lesen konnten und Poster zum Thema Flüchtlinge in Europa gestaltet haben.

Danach sind wir ohne unsere Austauschpartnerinnen und -partner in die Bibliothek gegangen, wo wir uns mit unseren Lehrkräften und den anderen Schülerinnen und -schülern, die beim Austausch dabei waren, getroffen haben. Dort haben wir über unsere Gastfamilien gesprochen.

Nach einer Pause hatten wir dann Deutsch, wo wir ein Bingo gespielt haben – allerdings auf Englisch! Danach sind wir zum Lunch gegangen, wo wir gegessen haben. Danach sind wir zu unserer „Drama”-Stunde gegangen, wo wir in kleinen Gruppen kurze Comedystücke vorgespielt haben. Dann hatten wir noch einmal Englisch, wo wir die Aufgaben beendet haben, und dann war der Schultag auch schon vorbei.

6 Schule: Regeln (Uniformen) und Unterricht – Magdalena Hidalgo Gianniki (7d)

Wie viele wissen, ist Hockerill eine etwas andere Schule als das Johanneum. Nicht nur, weil diese in England ist, sondern auch, weil dort eine etwas andere Atmosphäre und andere Regeln herrschen.

Die erste Regel, die mir sofort aufgefallen ist, ist, dass man sich überall anstellen muss, z. B. um in die Klassenräume oder in die Mensa zu kommen. Die wohl bekannteste Regel ist, dass man Schuluniformen tragen muss und die Lehrkräfte (männlich) „Sir” und (weiblich) „Ma’am” nennen muss. Außerdem sind keine Jacken innerhalb des Schulgebäudes erlaubt. Zu viel Make-up oder auffälliger Schmuck sind ebenfalls nicht gestattet.

Wenn man sich daneben verhält, bekommt man manchmal sogar einen sogenannten „Behaviour Point”, und wenn man zu viele davon hat, gibt es je nach Fehlverhalten Konsequenzen. Diese Regeln gelten an den meisten englischen Schulen, wobei Hockerill eine sehr angesehene Schule ist.

7 Nachmittags-/Wochenendaktivitäten – Sanio-Finn Lampe (7d)

Nachdem ich mit meiner Gasfamilie ein englisches Frühstück bestehend aus Toast mit Marmelade gegessen habe, sind wir zu einer kleinen Stadterkundungstour aufgebrochen. In einem Buchladen zeigte mir mein Austauschschüler, wo man welche Bücher finden konnte. Ich durfte mir ein englisches Buch für zu Hause aussuchen. Anschließend gingen wir einen Kaffee trinken.

Danach brachen wir zu einer dreistündigen Fahrt an die Südküste Englands auf. Obwohl die Fahrt anstrengend war, hat sich schon der erste Blick gelohnt. Außer dem typischen englischen regnerischen Wetter, war die Landschaft toll. Es war ganz anders als bei uns. Die Dünen waren nicht so klein, sondern es gab eine ganze Dünen-Landschaft. Dann sind wir am Strand spazieren gegangen. Es war kalt und neblig, trotzdem konnte man Seevögel beobachten. Schließlich haben wir sogar Seehunde gesehen. Sie waren total nah an den Wegen. Ich hatte davor noch nie Seehunde in freier Wildbahn gesehen und war fasziniert. Leider stanken die Seehunde ziemlich, was ich nicht so schön fand. Es gab auch Tierschützer vor Ort. Eine von ihnen gab uns viele Informationen über die Lebensweise der Seehunde.

Nicht weit vom Strand besuchten wir noch einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der über die Dünenwege zu erreichen war. Nachdem wir den Spaziergang beendet hatten, fuhren wir in ein Restaurant. Ich aß typisch englische Fish and Chips.

Schließlich machten wir uns wieder 3 Stunden auf den Heimweg. Am Abend sahen wir noch einen Film. Bevor wir zu Bett gingen, tranken wir Tee und aßen Scones. So endete mein Wochenende in England.

8 Nachmittags-/Wochenendaktivitäten Marlene Braun (7d)

Am Samstag haben wir mit unseren Austauschschülerinnen und -schülern zusammen gebowlt und im Restaurant nebenan zusammen etwas gegessen und getrunken. Am Sonntag war der Großteil der Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien in London und hat neue Sachen kennengelernt.

Ich habe das Wochenende auch mit meiner Familie genutzt. Gemeinsam waren wir Minigolf spielen, was sehr lustig war. Außerdem sind wir brunchen gegangen. Zudem haben wir das Tate Gallery of Modern Art Museum besucht. In diesem Museum findet man Sammlungen von moderner und zeitgenössischer Kunst. Dort sind Werke von Künstlern wie Pablo Picasso, Andy Warhol und Tracey Emin ausgestellt.

Zum Abschluss des Wochenendes waren wir bei Five Guys essen. Es war sehr spannend, einen Teil der englischen Hauptstadt kennenzulernen.

9 Londonvormittag – Mathilda Trautmann (7a)

Als Erstes haben wir uns um 8:45 Uhr vor dem Schuleingang getroffen. Von dort aus sind wir zum Bahnhof gelaufen und in London Liverpool Street in die Tube umgestiegen. Da mussten wir jedoch eine Haltestelle früher aussteigen, da es Probleme mit der Bahnverbindung gab. Also sind wir den restlichen Weg zur Tower Bridge gelaufen.

Dort mussten wir ganze 206 Stufen bis zum Glasboden laufen! Der war aber echt cool und wir haben viele lustige Bilder gemacht. Danach waren wir noch in dem Museum, wo wir gesehen haben, wie die Brücke früher für große Schiffe geöffnet wurde.

Auf der anderen Seite der Brücke haben wir eine kurze Pause gemacht und unser Lunchpaket gegessen. Anschließend sind wir mit einem Touristenboot gefahren und haben uns alles vom Wasser aus angeschaut.

Wir sind beim Big Ben ausgestiegen und von dort aus zum Buckingham Palace gelaufen. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Stopp an einer Telefonzelle gemacht, wo wir einige Bilder mit dem Big Ben im Hintergrund geschossen haben. Danach sind wir weiter durch einen Park gelaufen.

10 Londonnachmittag – Julian Klingebiel (7d)

Am Buckingham Palace angekommen, sahen wir eine große Autokolonne. Manche Schülerinnen und Schüler meinten, dass King Charles in einem der Autos gewesen sei. Vor dem Buckingham Palace hatten wir 10 Minuten, um Fotos zu machen und die Royal Guards anzugucken.

Nach den 10 Minuten gingen wir durch den Green Park zur nächsten Tube-Station und fuhren bis zur Oxford Street (Tube = Londoner U-Bahn). Wir gingen durch die berühmte Oxford Street, in der wir uns leider nicht länger aufhielten, weil wir schon direkt zur nächsten Tube gehen mussten, die uns bis zur Haltestelle „Bank” fuhr.

Nach einem kleinen Fußmarsch befanden wir uns vor einem hohen Gebäude, „Horizon 22”, in dem wir bis zum 60. Stockwerk hochfuhren. Von dort oben hatten wir eine großartige Aussicht über ganz London.

Wieder unten angekommen hatten wir Freizeit und konnten uns rund um den Old Spitalfields Market frei bewegen. Es gab viele Souvenir-Shops oder einfach Fast-Food-Ketten, wo eingekauft wurde. Als die Zeit leider schon um war, mussten wir zurück zum Bahnhof, wo wir mit dem Zug 45 Minuten zurück nach Bishop’s Stortford fuhren. Da erwarteten uns auch schon unsere Austauschpartnerinnen und -partner, die uns mit ihren Eltern zurück in deren Haus fuhren.

11 Cambridge – Aron Lindfeld (7a)

Am letzten Tag vor der Heimreise fuhren wir mit allen deutschen Austauschschülerinnen und -schülern etwa um 8:30 Uhr in Bishop‘s Stortford mit dem Zug nach Norden los. Nach ca. 40 Minuten waren wir in Cambridge an der „Train Station“.

Vor dem Ausflug wurden wir in vier 2er-Gruppen und einer 3er-Gruppe aufgeteilt, um jeweils zu einer Sehenswürdigkeit in Cambridge einen Kurzvortrag zu halten. Die erste Sehenswürdigkeit war die „Train Station“. Wir erfuhren, dass der viktorianische Bahnhof ein Dreh- und Angelpunkt aller Zugfahrten von London in den Norden Englands ist. Als nächstes wurde uns der „River Cam“ vorgestellt, wo jedes Jahr eine sehr berühmte Ruder-Regatta ausgetragen wird. Weiter ging es zum „King‘s College“ mit beeindruckender Kathedrale. Das „King’s College“ verdankt seinen Namen der Gründung durch König Henry VI. im 15. Jahrhundert. Seine Frau und Königin gründete kurze Zeit später das „Queen’s College“, was wir als nächstes angeschauten. Das dritte und letzte von uns besuchte College unserer geplanten Tour der „University of Cambridge“ war das „Trinity College“, das die größten akademischen Erfolge aufweisen kann (34 Nobelpreisträger).

Nach diesem geschichtlichen Einblick hatten wir 90 Minuten Freizeit zum Bummeln. Als Überraschung gab es zum Abschluss eine traditionelle englische „Tea Time“ in einem klassischen Teehaus. Den „English Breakfast Tea“ tranken wir nach englischer Art mit Milch und Scones. Ein Scone ist ein traditionelles Gebäck, das mit Marmelade und „clotted cream“ (einer besonderen butterartigen geschlagenen Sahne) serviert wird. Vielleicht stirbt diese Tradition allerdings bald aus, da wir mit Abstand die jüngsten Gäste dort waren, doch es war super lecker!

Wir gingen im Anschluss noch in ein University College hinein und bestaunten den englischen (und sehr gepflegten) Rasen. Um dann aber rechtzeitig zum Schulschluss unserer Austauschpartner wieder zurückzukommen, machten wir uns um circa 14:30 Uhr auf den Rückweg.